
Schmechtingstraße 40, Bochum
Schmechtingstraße 40, 44809 Bochum, Germany
Theater der Gezeiten | Programm & Tickets in Bochum
Das Theater der Gezeiten ist ein seltener Glücksfall für Kulturfreundinnen und Kulturfreunde, die unmittelbare Begegnungen mit Kunst lieben. In einem ehemaligen Ladenlokal an der Schmechtingstraße 38–40 in Bochum-Hamme entfaltet Bochums kleinste Bühne ihre Wirkung auf knapp bemessenen, dafür umso lebendiger genutzten Quadratmetern. Etwa 30 Sitzplätze rücken Publikum und Künstlerinnen und Künstler zusammen, sodass Stimmen, Blicke, Atempausen und leise Zwischentöne ohne technische Barrieren spürbar werden. Dieser besondere Rahmen prägt auch das Programm: Neben Figurentheater und Lesungen finden intime Musikabende, Nachbarschaftsformate und spartenübergreifende Projekte statt, die Sprache, Körper, Musik und Bild miteinander verweben. Das Haus versteht sich als Ort der Begegnung, an dem nach der Vorstellung an der Theke weitergedacht, gelacht und miteinander ins Gespräch gekommen wird. Zugleich ist es ein aktiver Knotenpunkt im Quartier Hamme und in der sogenannten Speckschweiz, wo ehrenamtliches Engagement, künstlerische Initiative und gelebte Nachbarschaftskultur ineinandergreifen.
Programm und Veranstaltungen im Theater der Gezeiten
Wer die Atmosphäre des Theaters der Gezeiten erleben möchte, beginnt am besten mit einem Blick auf das laufende Programm. Dort finden sich regelmäßig Formate, die dem Ort seit Jahren sein unverwechselbares Profil geben: Figurentheater für junges und erwachsenes Publikum, literarische Lesungen, Musikabende zwischen Singer-Songwriter, Chanson und poetischer Liedkunst sowie besondere Reihen wie Flimmern und Lauschen, in der Bochum-Filme und Lesungen zusammentreffen. Die kuratierte Mischung aus professionellen Gästen und engagierten Neulingen lädt dazu ein, neue Stimmen kennenzulernen und künstlerische Prozesse nah zu begleiten. Immer wieder öffnen auch offene Proben oder Werkstattformate den Blick hinter die Kulissen. In dieser dichten, intimen Umgebung erleben Gäste keine anonyme Show, sondern Abende, die persönlich gefärbt und unmittelbar sind. Wiederkehrende Nachbarschaftsaktionen – etwa die Brotzeit, bei der am letzten Sonntag des Monats Brot der Biobäckerei Hutzel verschenkt wird – verbinden Kultur mit gelebter Solidarität. Das Programm versteht sich nicht als starre Saisonplanung, sondern als lebendiger Fluss, der auf die Energie der Beteiligten reagiert: Ein Autor verabschiedet sich literarisch von der Stadt, eine lokale Band probiert Neues im kleinen Rahmen, ein Kollektiv testet Text, Klang und Bewegung in experimentellen Settings. Auch Kinder- und Familienangebote gehören selbstverständlich dazu – von Workshops in den Ferien bis zu sonntäglichen Vorstellungen, die das Figurentheater in seiner ganzen handwerklichen Schönheit sichtbar machen. Das Theater nutzt den nahen Austausch mit dem Publikum als kreativen Motor: Rückmeldungen fließen in die Planung ein, Kooperationen mit Ateliers und Initiativen aus dem Viertel bringen zusätzliche Perspektiven auf die Bühne. Wer Inspiration sucht, wird nicht mit Überwältigung konfrontiert, sondern mit sorgfältig gesetzten, nahbaren Momenten.
Tickets und Eintritt: So funktioniert die Hutspende
Das Theater der Gezeiten senkt bewusst die Hürden für einen spontanen Theaterbesuch. Anstelle fester Ticketpreise setzt das Haus häufig auf die klassische Hutspende. Am Ende des Abends geht der Hut herum, und das Publikum gibt, was möglich ist und was der Abend wert war. Dieses Modell hat mehrere Vorteile: Es erleichtert kulturelle Teilhabe unabhängig vom Geldbeutel, es stärkt die solidarische Haltung im Quartier, und es führt erfahrungsgemäß zu sehr bewussten, wertschätzenden Beiträgen. Für ausgewählte Veranstaltungen sind Voranmeldungen oder Reservierungen sinnvoll, insbesondere bei Lesungen und Konzerten mit begrenzter Kapazität. Informationen dazu sind im jeweiligen Programmpunkt ausgewiesen. Die intime Größe des Theaters macht frühzeitiges Erscheinen generell empfehlenswert. Wer zuerst kommt, sitzt häufig näher an der Bühne und kann die handwerkliche Präzision von Figurenspiel, Live-Musik oder Lesung besonders gut verfolgen. Nach der Vorstellung bietet die Theke Raum für Gespräche mit den Mitwirkenden. Diese Nähe ersetzt den anonymen Applaus durch echtes Feedback und Fragen. Für Kulturinteressierte, die Veranstaltungen gerne verschenken, ist die Hutspende ebenfalls attraktiv: Statt eines fixen Preises lässt sich ein gemeinsamer Abend planen, bei dem die Unterstützung direkt und sichtbar bei den Beteiligten ankommt. Für Gruppen aus Bildung, Kultur oder Nachbarschaft stehen niederschwellige Formate im Mittelpunkt, die inhaltlich variabel aufgesetzt werden können. Ist an einem Abend freie Platzwahl vorgesehen, lohnt sich der Blick in die Programmbeschreibung. Dort wird transparent kommuniziert, ob eine Anmeldepflicht besteht oder ob ein Spendenhinweis gegeben ist. Das Zahlungsprinzip am Hut ist gelebte Haltung des Hauses und Ausdruck des Vertrauens in sein Publikum – ein Vertrauensvorschuss, der seit Jahren tragfähig ist und die künstlerische Vielfalt befördert.
Anfahrt und Parken an der Schmechtingstraße 38–40 in Bochum-Hamme
Die Lage in Bochum-Hamme macht den Besuch einfach und urban zugleich. Das Theater der Gezeiten befindet sich an der Schmechtingstraße 38–40, inmitten der Speckschweiz, einem gewachsenen Altbauviertel zwischen den Schmechtingwiesen und dem Bahnhofsumfeld. Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr anreist, wählt je nach Startpunkt die umliegenden Haltestellen im Quartier, zum Beispiel Hamme Kirche, und geht die letzten Minuten zu Fuß durch die Nachbarschaft. Aus anderen Stadtteilen bieten die Stadtbahn- und Busachsen Anschlüsse Richtung Grumme, Innenstadt und Riemke; die kurze Fußdistanz aus dem Umfeld der Schmechtingwiesen ist für viele Gäste attraktiv. Für die Anreise mit dem Fahrrad eignet sich die topografisch vergleichsweise ebene Lage in Hamme. Radstellplätze sind im Umfeld vorhanden, und auf vielen Wegen durch das Quartier ist das Radfahren komfortabel. Für Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto kommen, gilt: Es gibt keine hauseigene Tiefgarage oder einen exklusiven Parkplatz. In der Schmechtingstraße und den angrenzenden Straßen wird auf öffentlichen Stellflächen geparkt, überwiegend am Fahrbahnrand. Das Parken im Viertel ist abhängig von Tageszeit und Veranstaltungstag, die Kapazität ist naturgemäß begrenzt. Deshalb lohnt es sich, etwas Zeit für die Platzsuche einzuplanen oder auf eine Kombination aus ÖPNV und kurzem Fußweg zu setzen. Wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist, kann Mitfahrende direkt am Eingang aussteigen lassen und anschließend einen Stellplatz in der Umgebung suchen. Aufgrund der Wohnlage empfiehlt es sich, rücksichtsvoll zu parken und Lärmbelastungen beim Abholen zu vermeiden. Für Navigationsgeräte reicht die Eingabe der Adresse Schmechtingstraße 40, 44809 Bochum. Von den Autobahnen A40 oder A43 ist Hamme in wenigen Minuten erreichbar. Einmal im Quartier angekommen, führt die Schmechtingstraße durch eine ruhige Nachbarschaft. Das schlanke Ladenlokal mit dem charakteristischen Foyer liegt mittig im Straßenzug. Gäste schätzen den kurzen Weg von der Straße direkt in den Theaterraum. Gerade im Winter sind die kurzen Wege und die Nähe zu Gastronomie und Ateliers in der Umgebung ein angenehmer Pluspunkt.
Sitzplan, Plätze und Akustik: So sitzt du am besten
Das Theater der Gezeiten lebt von seiner Kompaktheit. Der Saal fasst rund 30 Stühle, die in einem einzelnen Raum zur Bühne hin ausgerichtet sind. Ein komplexer, nummerierter Sitzplan ist daher nicht erforderlich. Stattdessen entsteht eine übersichtliche Anordnung mit wenigen Reihen. Das hat praktische Vorteile: Selbst Plätze weiter hinten garantieren gute Sicht und direkte Ansprache, während die vorderen Reihen ein besonders intensives Erlebnis ermöglichen. Wer die feinen Details des Figurenspiels sehen möchte, profitiert von kurzen Distanzen und einem möglichst frontal ausgerichteten Platz. Für Musik- und Lesungsabende ist die Akustik in der Regel natürlich und unverstärkt, was der Nähe geschuldet ist. Dadurch klingen Stimmen warm und direkt, Instrumente entfalten sich ohne große Beschallung. Wer empfindlich auf Lautstärke reagiert, findet in mittleren Reihen oft den angenehmsten Kompromiss aus Präsenz und Distanz. Bei partizipativen Formaten, offenen Proben oder Gesprächsrunden lohnt sich ein Platz, der einen guten Blick auf Podium oder Spielfläche bietet, oft diagonal zur zentralen Achse. Aufgrund der geringen Kapazität empfiehlt es sich, früh zu kommen, um Wunschplätze zu sichern, insbesondere bei beliebten Lesungen, Gastspielen oder Konzerten. Für Familien mit Kindern ist die zweite Reihe häufig ideal, denn sie bietet Nähe ohne unmittelbare Bühnennähe, was kleinen Besucherinnen und Besuchern Komfort gibt. Je nach Projekt kann die Raumaufteilung variieren, etwa bei Werkstattformaten, die andere Sitzkreise oder eine freie Spielfläche vorsehen. Solche Informationen werden in der Programmankündigung transparent kommuniziert. Insgesamt gilt: Die Qualität des Erlebnisses hängt hier weniger vom Sitzplan als von der Offenheit für Begegnung ab. Die intime Akustik und die geringe Entfernung zur Spielfläche machen fast jeden Platz zum guten Platz, weshalb viele Stammgäste bewusst variieren – mal vorne für maximale Intensität, mal mittig für den Gesamtüberblick.
Geschichte, Leitung und Besonderheiten: Bochums kleinste Bühne
Das Theater der Gezeiten wurde Mitte der Neunzigerjahre gegründet und hat seither einen eigenständigen Weg eingeschlagen. Die Bühne ist in einer ehemaligen Bochumer Kneipe beziehungsweise einem alten Ladenlokal untergebracht, was bis heute den Charme des Hauses prägt. Historisch entwickelte sich das Profil aus einer Verbindung von Sprache, Körper, Musik, Videokunst und Tanz. Die künstlerische Leitung liegt aktuell bei Giampiero Piria, dessen Handschrift das Programm im besten Sinne niederschwellig und zugleich ambitioniert macht. Das Theater setzte früh auf Gastspiele, die über die Stadtgrenzen hinausstrahlen. Auftritte bei Festivals im In- und Ausland – darunter in Avignon, Edinburgh und Viterbo – zeigen, dass der kleine Raum künstlerisch Großes möglich macht. Als Bochums kleinste Bühne wurde das Haus in der Stadt bekannt, ein Prädikat, das nicht nur auf die Sitzplatzzahl verweist, sondern auf die Kultur des Miteinanders, die hier gelebt wird. Im Foyer befindet sich TINYrooms, ein kuratiertes Kleinod mit 48 miniaturhaften Kunstwerken in den Schubladen eines antiken Kurzwarenschranks. Jedes Fach wurde von einer Künstlerin oder einem Künstler aus Bochum gestaltet, wodurch ein konzentrierter Querschnitt der lokalen Kunstszene entsteht. Diese Ausstellung verankert das Theater noch tiefer im kulturellen Gefüge der Stadt. Neben den künstlerischen Aktivitäten spielt das Engagement im Quartier Hamme eine tragende Rolle. Ein aktiver Nachbarschaftskreis trifft sich regelmäßig im Haus, plant Spielstraßenfeste in Kooperation mit verkehrs- und stadtgesellschaftlichen Initiativen, diskutiert Themen der Stadtentwicklung und bringt Menschen aus unterschiedlichen Generationen zusammen. Diese Verwurzelung zeigt sich in Formaten wie der Brotzeit, die monatlich ein Zeichen setzt für Gemeinschaft und Teilhabe. Zusammen ergibt sich ein Theaterbild, das Nähe als künstlerische Methode versteht. Ohne großes Haus, aber mit einer starken Idee wird hier seit Jahren gezeigt, wie sich Kultur, Alltag und Nachbarschaft befruchten können.
Ausstattung, Foyer und KPR 38: Räume für Nähe und Austausch
Die räumliche Struktur des Theater der Gezeiten ist konzentriert und funktional. Der Bühnenraum misst etwa 70 Quadratmeter, die Bestuhlung ist flexibel und orientiert sich am Format des Abends. Das Foyer bewahrt den Charakter des früheren Ladens und dient als Treffpunkt vor und nach den Veranstaltungen. Hier steht die große Theke, an der Gespräche weitergehen, an der neue Ideen entstehen und an der sich Gäste, Künstlerinnen und Künstler selbstverständlich mischen. Als Erweiterung des Hauses steht mit KPR 38 ein zusätzlicher Raum zur Verfügung, der als Proben-, Werk- und Entwicklungsort dient. Dort können Produktionen wachsen, bevor sie im Theatersaal auf das Publikum treffen. Die technische Ausstattung ist bewusst reduziert und auf die Anforderungen kleiner Formate zugeschnitten. Lichtstimmungen und Klang werden so gesetzt, dass sie die Nähe unterstützen, anstatt Distanz zu schaffen. Auch deshalb schätzen viele Künstlerinnen und Künstler die Arbeit auf dieser Bühne: Zwischen Auftritt und Resonanz liegen hier nur wenige Schritte. Wer als Besucherin oder Besucher das erste Mal kommt, findet in der Regel eine einfache, klar verständliche Wegeführung vor. Garderoben, Kasse beziehungsweise Spendenhut und Zugang zum Saal liegen dicht beieinander. Der kurze Übergang macht den Theaterabend schlank, ohne auf Atmosphäre zu verzichten. Im Umfeld des Hauses sind Ateliers und weitere Kulturorte präsent, was Kooperationsprojekte begünstigt. Das Publikum erlebt dadurch nicht nur Einzelabende, sondern kann in der Nachbarschaft auf kulturelle Spaziergänge gehen, zum Beispiel zu Ausstellungen oder kleinen Konzerten in der Nähe. Diese Vernetzung ist auch programmatisch wichtig: Das Theater versteht sich als Ort des gemeinschaftlichen Gestaltens, an dem tragfähige Ideen aus dem Quartier in künstlerische Formate übersetzt werden. Praktisch bedeutet das kurze Wege in der Organisation, direkte Kommunikationskanäle und flexible Probemöglichkeiten. In Summe entsteht eine Infrastruktur der Nähe, die den Charakter des Hauses sichtbar macht und seine künstlerische Handschrift prägt.
Quellen:
- Theater der Gezeiten – Offizielle Website
- Über uns – Theater der Gezeiten
- TINYrooms – Theater der Gezeiten
- Bochum Tourismus – Theater der Gezeiten
- Bochum Marketing – Theater der Gezeiten
- Kulturbericht Stadt Bochum – Theater der Gezeiten, Kapazität und Profil
- Nahmobilitätskonzept Bochum-Hamme – Parken und Straßenraum Schmechtingstraße
- Lokalkompass – Kulturabende im Theater der Gezeiten
- ruhrpottKIDS – Theater der Gezeiten
- VRR Fahrplan – Haltestelle Hamme Kirche (Umfeld Schmechtingstraße)
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Theater der Gezeiten | Programm & Tickets in Bochum
Das Theater der Gezeiten ist ein seltener Glücksfall für Kulturfreundinnen und Kulturfreunde, die unmittelbare Begegnungen mit Kunst lieben. In einem ehemaligen Ladenlokal an der Schmechtingstraße 38–40 in Bochum-Hamme entfaltet Bochums kleinste Bühne ihre Wirkung auf knapp bemessenen, dafür umso lebendiger genutzten Quadratmetern. Etwa 30 Sitzplätze rücken Publikum und Künstlerinnen und Künstler zusammen, sodass Stimmen, Blicke, Atempausen und leise Zwischentöne ohne technische Barrieren spürbar werden. Dieser besondere Rahmen prägt auch das Programm: Neben Figurentheater und Lesungen finden intime Musikabende, Nachbarschaftsformate und spartenübergreifende Projekte statt, die Sprache, Körper, Musik und Bild miteinander verweben. Das Haus versteht sich als Ort der Begegnung, an dem nach der Vorstellung an der Theke weitergedacht, gelacht und miteinander ins Gespräch gekommen wird. Zugleich ist es ein aktiver Knotenpunkt im Quartier Hamme und in der sogenannten Speckschweiz, wo ehrenamtliches Engagement, künstlerische Initiative und gelebte Nachbarschaftskultur ineinandergreifen.
Programm und Veranstaltungen im Theater der Gezeiten
Wer die Atmosphäre des Theaters der Gezeiten erleben möchte, beginnt am besten mit einem Blick auf das laufende Programm. Dort finden sich regelmäßig Formate, die dem Ort seit Jahren sein unverwechselbares Profil geben: Figurentheater für junges und erwachsenes Publikum, literarische Lesungen, Musikabende zwischen Singer-Songwriter, Chanson und poetischer Liedkunst sowie besondere Reihen wie Flimmern und Lauschen, in der Bochum-Filme und Lesungen zusammentreffen. Die kuratierte Mischung aus professionellen Gästen und engagierten Neulingen lädt dazu ein, neue Stimmen kennenzulernen und künstlerische Prozesse nah zu begleiten. Immer wieder öffnen auch offene Proben oder Werkstattformate den Blick hinter die Kulissen. In dieser dichten, intimen Umgebung erleben Gäste keine anonyme Show, sondern Abende, die persönlich gefärbt und unmittelbar sind. Wiederkehrende Nachbarschaftsaktionen – etwa die Brotzeit, bei der am letzten Sonntag des Monats Brot der Biobäckerei Hutzel verschenkt wird – verbinden Kultur mit gelebter Solidarität. Das Programm versteht sich nicht als starre Saisonplanung, sondern als lebendiger Fluss, der auf die Energie der Beteiligten reagiert: Ein Autor verabschiedet sich literarisch von der Stadt, eine lokale Band probiert Neues im kleinen Rahmen, ein Kollektiv testet Text, Klang und Bewegung in experimentellen Settings. Auch Kinder- und Familienangebote gehören selbstverständlich dazu – von Workshops in den Ferien bis zu sonntäglichen Vorstellungen, die das Figurentheater in seiner ganzen handwerklichen Schönheit sichtbar machen. Das Theater nutzt den nahen Austausch mit dem Publikum als kreativen Motor: Rückmeldungen fließen in die Planung ein, Kooperationen mit Ateliers und Initiativen aus dem Viertel bringen zusätzliche Perspektiven auf die Bühne. Wer Inspiration sucht, wird nicht mit Überwältigung konfrontiert, sondern mit sorgfältig gesetzten, nahbaren Momenten.
Tickets und Eintritt: So funktioniert die Hutspende
Das Theater der Gezeiten senkt bewusst die Hürden für einen spontanen Theaterbesuch. Anstelle fester Ticketpreise setzt das Haus häufig auf die klassische Hutspende. Am Ende des Abends geht der Hut herum, und das Publikum gibt, was möglich ist und was der Abend wert war. Dieses Modell hat mehrere Vorteile: Es erleichtert kulturelle Teilhabe unabhängig vom Geldbeutel, es stärkt die solidarische Haltung im Quartier, und es führt erfahrungsgemäß zu sehr bewussten, wertschätzenden Beiträgen. Für ausgewählte Veranstaltungen sind Voranmeldungen oder Reservierungen sinnvoll, insbesondere bei Lesungen und Konzerten mit begrenzter Kapazität. Informationen dazu sind im jeweiligen Programmpunkt ausgewiesen. Die intime Größe des Theaters macht frühzeitiges Erscheinen generell empfehlenswert. Wer zuerst kommt, sitzt häufig näher an der Bühne und kann die handwerkliche Präzision von Figurenspiel, Live-Musik oder Lesung besonders gut verfolgen. Nach der Vorstellung bietet die Theke Raum für Gespräche mit den Mitwirkenden. Diese Nähe ersetzt den anonymen Applaus durch echtes Feedback und Fragen. Für Kulturinteressierte, die Veranstaltungen gerne verschenken, ist die Hutspende ebenfalls attraktiv: Statt eines fixen Preises lässt sich ein gemeinsamer Abend planen, bei dem die Unterstützung direkt und sichtbar bei den Beteiligten ankommt. Für Gruppen aus Bildung, Kultur oder Nachbarschaft stehen niederschwellige Formate im Mittelpunkt, die inhaltlich variabel aufgesetzt werden können. Ist an einem Abend freie Platzwahl vorgesehen, lohnt sich der Blick in die Programmbeschreibung. Dort wird transparent kommuniziert, ob eine Anmeldepflicht besteht oder ob ein Spendenhinweis gegeben ist. Das Zahlungsprinzip am Hut ist gelebte Haltung des Hauses und Ausdruck des Vertrauens in sein Publikum – ein Vertrauensvorschuss, der seit Jahren tragfähig ist und die künstlerische Vielfalt befördert.
Anfahrt und Parken an der Schmechtingstraße 38–40 in Bochum-Hamme
Die Lage in Bochum-Hamme macht den Besuch einfach und urban zugleich. Das Theater der Gezeiten befindet sich an der Schmechtingstraße 38–40, inmitten der Speckschweiz, einem gewachsenen Altbauviertel zwischen den Schmechtingwiesen und dem Bahnhofsumfeld. Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr anreist, wählt je nach Startpunkt die umliegenden Haltestellen im Quartier, zum Beispiel Hamme Kirche, und geht die letzten Minuten zu Fuß durch die Nachbarschaft. Aus anderen Stadtteilen bieten die Stadtbahn- und Busachsen Anschlüsse Richtung Grumme, Innenstadt und Riemke; die kurze Fußdistanz aus dem Umfeld der Schmechtingwiesen ist für viele Gäste attraktiv. Für die Anreise mit dem Fahrrad eignet sich die topografisch vergleichsweise ebene Lage in Hamme. Radstellplätze sind im Umfeld vorhanden, und auf vielen Wegen durch das Quartier ist das Radfahren komfortabel. Für Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto kommen, gilt: Es gibt keine hauseigene Tiefgarage oder einen exklusiven Parkplatz. In der Schmechtingstraße und den angrenzenden Straßen wird auf öffentlichen Stellflächen geparkt, überwiegend am Fahrbahnrand. Das Parken im Viertel ist abhängig von Tageszeit und Veranstaltungstag, die Kapazität ist naturgemäß begrenzt. Deshalb lohnt es sich, etwas Zeit für die Platzsuche einzuplanen oder auf eine Kombination aus ÖPNV und kurzem Fußweg zu setzen. Wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist, kann Mitfahrende direkt am Eingang aussteigen lassen und anschließend einen Stellplatz in der Umgebung suchen. Aufgrund der Wohnlage empfiehlt es sich, rücksichtsvoll zu parken und Lärmbelastungen beim Abholen zu vermeiden. Für Navigationsgeräte reicht die Eingabe der Adresse Schmechtingstraße 40, 44809 Bochum. Von den Autobahnen A40 oder A43 ist Hamme in wenigen Minuten erreichbar. Einmal im Quartier angekommen, führt die Schmechtingstraße durch eine ruhige Nachbarschaft. Das schlanke Ladenlokal mit dem charakteristischen Foyer liegt mittig im Straßenzug. Gäste schätzen den kurzen Weg von der Straße direkt in den Theaterraum. Gerade im Winter sind die kurzen Wege und die Nähe zu Gastronomie und Ateliers in der Umgebung ein angenehmer Pluspunkt.
Sitzplan, Plätze und Akustik: So sitzt du am besten
Das Theater der Gezeiten lebt von seiner Kompaktheit. Der Saal fasst rund 30 Stühle, die in einem einzelnen Raum zur Bühne hin ausgerichtet sind. Ein komplexer, nummerierter Sitzplan ist daher nicht erforderlich. Stattdessen entsteht eine übersichtliche Anordnung mit wenigen Reihen. Das hat praktische Vorteile: Selbst Plätze weiter hinten garantieren gute Sicht und direkte Ansprache, während die vorderen Reihen ein besonders intensives Erlebnis ermöglichen. Wer die feinen Details des Figurenspiels sehen möchte, profitiert von kurzen Distanzen und einem möglichst frontal ausgerichteten Platz. Für Musik- und Lesungsabende ist die Akustik in der Regel natürlich und unverstärkt, was der Nähe geschuldet ist. Dadurch klingen Stimmen warm und direkt, Instrumente entfalten sich ohne große Beschallung. Wer empfindlich auf Lautstärke reagiert, findet in mittleren Reihen oft den angenehmsten Kompromiss aus Präsenz und Distanz. Bei partizipativen Formaten, offenen Proben oder Gesprächsrunden lohnt sich ein Platz, der einen guten Blick auf Podium oder Spielfläche bietet, oft diagonal zur zentralen Achse. Aufgrund der geringen Kapazität empfiehlt es sich, früh zu kommen, um Wunschplätze zu sichern, insbesondere bei beliebten Lesungen, Gastspielen oder Konzerten. Für Familien mit Kindern ist die zweite Reihe häufig ideal, denn sie bietet Nähe ohne unmittelbare Bühnennähe, was kleinen Besucherinnen und Besuchern Komfort gibt. Je nach Projekt kann die Raumaufteilung variieren, etwa bei Werkstattformaten, die andere Sitzkreise oder eine freie Spielfläche vorsehen. Solche Informationen werden in der Programmankündigung transparent kommuniziert. Insgesamt gilt: Die Qualität des Erlebnisses hängt hier weniger vom Sitzplan als von der Offenheit für Begegnung ab. Die intime Akustik und die geringe Entfernung zur Spielfläche machen fast jeden Platz zum guten Platz, weshalb viele Stammgäste bewusst variieren – mal vorne für maximale Intensität, mal mittig für den Gesamtüberblick.
Geschichte, Leitung und Besonderheiten: Bochums kleinste Bühne
Das Theater der Gezeiten wurde Mitte der Neunzigerjahre gegründet und hat seither einen eigenständigen Weg eingeschlagen. Die Bühne ist in einer ehemaligen Bochumer Kneipe beziehungsweise einem alten Ladenlokal untergebracht, was bis heute den Charme des Hauses prägt. Historisch entwickelte sich das Profil aus einer Verbindung von Sprache, Körper, Musik, Videokunst und Tanz. Die künstlerische Leitung liegt aktuell bei Giampiero Piria, dessen Handschrift das Programm im besten Sinne niederschwellig und zugleich ambitioniert macht. Das Theater setzte früh auf Gastspiele, die über die Stadtgrenzen hinausstrahlen. Auftritte bei Festivals im In- und Ausland – darunter in Avignon, Edinburgh und Viterbo – zeigen, dass der kleine Raum künstlerisch Großes möglich macht. Als Bochums kleinste Bühne wurde das Haus in der Stadt bekannt, ein Prädikat, das nicht nur auf die Sitzplatzzahl verweist, sondern auf die Kultur des Miteinanders, die hier gelebt wird. Im Foyer befindet sich TINYrooms, ein kuratiertes Kleinod mit 48 miniaturhaften Kunstwerken in den Schubladen eines antiken Kurzwarenschranks. Jedes Fach wurde von einer Künstlerin oder einem Künstler aus Bochum gestaltet, wodurch ein konzentrierter Querschnitt der lokalen Kunstszene entsteht. Diese Ausstellung verankert das Theater noch tiefer im kulturellen Gefüge der Stadt. Neben den künstlerischen Aktivitäten spielt das Engagement im Quartier Hamme eine tragende Rolle. Ein aktiver Nachbarschaftskreis trifft sich regelmäßig im Haus, plant Spielstraßenfeste in Kooperation mit verkehrs- und stadtgesellschaftlichen Initiativen, diskutiert Themen der Stadtentwicklung und bringt Menschen aus unterschiedlichen Generationen zusammen. Diese Verwurzelung zeigt sich in Formaten wie der Brotzeit, die monatlich ein Zeichen setzt für Gemeinschaft und Teilhabe. Zusammen ergibt sich ein Theaterbild, das Nähe als künstlerische Methode versteht. Ohne großes Haus, aber mit einer starken Idee wird hier seit Jahren gezeigt, wie sich Kultur, Alltag und Nachbarschaft befruchten können.
Ausstattung, Foyer und KPR 38: Räume für Nähe und Austausch
Die räumliche Struktur des Theater der Gezeiten ist konzentriert und funktional. Der Bühnenraum misst etwa 70 Quadratmeter, die Bestuhlung ist flexibel und orientiert sich am Format des Abends. Das Foyer bewahrt den Charakter des früheren Ladens und dient als Treffpunkt vor und nach den Veranstaltungen. Hier steht die große Theke, an der Gespräche weitergehen, an der neue Ideen entstehen und an der sich Gäste, Künstlerinnen und Künstler selbstverständlich mischen. Als Erweiterung des Hauses steht mit KPR 38 ein zusätzlicher Raum zur Verfügung, der als Proben-, Werk- und Entwicklungsort dient. Dort können Produktionen wachsen, bevor sie im Theatersaal auf das Publikum treffen. Die technische Ausstattung ist bewusst reduziert und auf die Anforderungen kleiner Formate zugeschnitten. Lichtstimmungen und Klang werden so gesetzt, dass sie die Nähe unterstützen, anstatt Distanz zu schaffen. Auch deshalb schätzen viele Künstlerinnen und Künstler die Arbeit auf dieser Bühne: Zwischen Auftritt und Resonanz liegen hier nur wenige Schritte. Wer als Besucherin oder Besucher das erste Mal kommt, findet in der Regel eine einfache, klar verständliche Wegeführung vor. Garderoben, Kasse beziehungsweise Spendenhut und Zugang zum Saal liegen dicht beieinander. Der kurze Übergang macht den Theaterabend schlank, ohne auf Atmosphäre zu verzichten. Im Umfeld des Hauses sind Ateliers und weitere Kulturorte präsent, was Kooperationsprojekte begünstigt. Das Publikum erlebt dadurch nicht nur Einzelabende, sondern kann in der Nachbarschaft auf kulturelle Spaziergänge gehen, zum Beispiel zu Ausstellungen oder kleinen Konzerten in der Nähe. Diese Vernetzung ist auch programmatisch wichtig: Das Theater versteht sich als Ort des gemeinschaftlichen Gestaltens, an dem tragfähige Ideen aus dem Quartier in künstlerische Formate übersetzt werden. Praktisch bedeutet das kurze Wege in der Organisation, direkte Kommunikationskanäle und flexible Probemöglichkeiten. In Summe entsteht eine Infrastruktur der Nähe, die den Charakter des Hauses sichtbar macht und seine künstlerische Handschrift prägt.
Quellen:
- Theater der Gezeiten – Offizielle Website
- Über uns – Theater der Gezeiten
- TINYrooms – Theater der Gezeiten
- Bochum Tourismus – Theater der Gezeiten
- Bochum Marketing – Theater der Gezeiten
- Kulturbericht Stadt Bochum – Theater der Gezeiten, Kapazität und Profil
- Nahmobilitätskonzept Bochum-Hamme – Parken und Straßenraum Schmechtingstraße
- Lokalkompass – Kulturabende im Theater der Gezeiten
- ruhrpottKIDS – Theater der Gezeiten
- VRR Fahrplan – Haltestelle Hamme Kirche (Umfeld Schmechtingstraße)
Theater der Gezeiten | Programm & Tickets in Bochum
Das Theater der Gezeiten ist ein seltener Glücksfall für Kulturfreundinnen und Kulturfreunde, die unmittelbare Begegnungen mit Kunst lieben. In einem ehemaligen Ladenlokal an der Schmechtingstraße 38–40 in Bochum-Hamme entfaltet Bochums kleinste Bühne ihre Wirkung auf knapp bemessenen, dafür umso lebendiger genutzten Quadratmetern. Etwa 30 Sitzplätze rücken Publikum und Künstlerinnen und Künstler zusammen, sodass Stimmen, Blicke, Atempausen und leise Zwischentöne ohne technische Barrieren spürbar werden. Dieser besondere Rahmen prägt auch das Programm: Neben Figurentheater und Lesungen finden intime Musikabende, Nachbarschaftsformate und spartenübergreifende Projekte statt, die Sprache, Körper, Musik und Bild miteinander verweben. Das Haus versteht sich als Ort der Begegnung, an dem nach der Vorstellung an der Theke weitergedacht, gelacht und miteinander ins Gespräch gekommen wird. Zugleich ist es ein aktiver Knotenpunkt im Quartier Hamme und in der sogenannten Speckschweiz, wo ehrenamtliches Engagement, künstlerische Initiative und gelebte Nachbarschaftskultur ineinandergreifen.
Programm und Veranstaltungen im Theater der Gezeiten
Wer die Atmosphäre des Theaters der Gezeiten erleben möchte, beginnt am besten mit einem Blick auf das laufende Programm. Dort finden sich regelmäßig Formate, die dem Ort seit Jahren sein unverwechselbares Profil geben: Figurentheater für junges und erwachsenes Publikum, literarische Lesungen, Musikabende zwischen Singer-Songwriter, Chanson und poetischer Liedkunst sowie besondere Reihen wie Flimmern und Lauschen, in der Bochum-Filme und Lesungen zusammentreffen. Die kuratierte Mischung aus professionellen Gästen und engagierten Neulingen lädt dazu ein, neue Stimmen kennenzulernen und künstlerische Prozesse nah zu begleiten. Immer wieder öffnen auch offene Proben oder Werkstattformate den Blick hinter die Kulissen. In dieser dichten, intimen Umgebung erleben Gäste keine anonyme Show, sondern Abende, die persönlich gefärbt und unmittelbar sind. Wiederkehrende Nachbarschaftsaktionen – etwa die Brotzeit, bei der am letzten Sonntag des Monats Brot der Biobäckerei Hutzel verschenkt wird – verbinden Kultur mit gelebter Solidarität. Das Programm versteht sich nicht als starre Saisonplanung, sondern als lebendiger Fluss, der auf die Energie der Beteiligten reagiert: Ein Autor verabschiedet sich literarisch von der Stadt, eine lokale Band probiert Neues im kleinen Rahmen, ein Kollektiv testet Text, Klang und Bewegung in experimentellen Settings. Auch Kinder- und Familienangebote gehören selbstverständlich dazu – von Workshops in den Ferien bis zu sonntäglichen Vorstellungen, die das Figurentheater in seiner ganzen handwerklichen Schönheit sichtbar machen. Das Theater nutzt den nahen Austausch mit dem Publikum als kreativen Motor: Rückmeldungen fließen in die Planung ein, Kooperationen mit Ateliers und Initiativen aus dem Viertel bringen zusätzliche Perspektiven auf die Bühne. Wer Inspiration sucht, wird nicht mit Überwältigung konfrontiert, sondern mit sorgfältig gesetzten, nahbaren Momenten.
Tickets und Eintritt: So funktioniert die Hutspende
Das Theater der Gezeiten senkt bewusst die Hürden für einen spontanen Theaterbesuch. Anstelle fester Ticketpreise setzt das Haus häufig auf die klassische Hutspende. Am Ende des Abends geht der Hut herum, und das Publikum gibt, was möglich ist und was der Abend wert war. Dieses Modell hat mehrere Vorteile: Es erleichtert kulturelle Teilhabe unabhängig vom Geldbeutel, es stärkt die solidarische Haltung im Quartier, und es führt erfahrungsgemäß zu sehr bewussten, wertschätzenden Beiträgen. Für ausgewählte Veranstaltungen sind Voranmeldungen oder Reservierungen sinnvoll, insbesondere bei Lesungen und Konzerten mit begrenzter Kapazität. Informationen dazu sind im jeweiligen Programmpunkt ausgewiesen. Die intime Größe des Theaters macht frühzeitiges Erscheinen generell empfehlenswert. Wer zuerst kommt, sitzt häufig näher an der Bühne und kann die handwerkliche Präzision von Figurenspiel, Live-Musik oder Lesung besonders gut verfolgen. Nach der Vorstellung bietet die Theke Raum für Gespräche mit den Mitwirkenden. Diese Nähe ersetzt den anonymen Applaus durch echtes Feedback und Fragen. Für Kulturinteressierte, die Veranstaltungen gerne verschenken, ist die Hutspende ebenfalls attraktiv: Statt eines fixen Preises lässt sich ein gemeinsamer Abend planen, bei dem die Unterstützung direkt und sichtbar bei den Beteiligten ankommt. Für Gruppen aus Bildung, Kultur oder Nachbarschaft stehen niederschwellige Formate im Mittelpunkt, die inhaltlich variabel aufgesetzt werden können. Ist an einem Abend freie Platzwahl vorgesehen, lohnt sich der Blick in die Programmbeschreibung. Dort wird transparent kommuniziert, ob eine Anmeldepflicht besteht oder ob ein Spendenhinweis gegeben ist. Das Zahlungsprinzip am Hut ist gelebte Haltung des Hauses und Ausdruck des Vertrauens in sein Publikum – ein Vertrauensvorschuss, der seit Jahren tragfähig ist und die künstlerische Vielfalt befördert.
Anfahrt und Parken an der Schmechtingstraße 38–40 in Bochum-Hamme
Die Lage in Bochum-Hamme macht den Besuch einfach und urban zugleich. Das Theater der Gezeiten befindet sich an der Schmechtingstraße 38–40, inmitten der Speckschweiz, einem gewachsenen Altbauviertel zwischen den Schmechtingwiesen und dem Bahnhofsumfeld. Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr anreist, wählt je nach Startpunkt die umliegenden Haltestellen im Quartier, zum Beispiel Hamme Kirche, und geht die letzten Minuten zu Fuß durch die Nachbarschaft. Aus anderen Stadtteilen bieten die Stadtbahn- und Busachsen Anschlüsse Richtung Grumme, Innenstadt und Riemke; die kurze Fußdistanz aus dem Umfeld der Schmechtingwiesen ist für viele Gäste attraktiv. Für die Anreise mit dem Fahrrad eignet sich die topografisch vergleichsweise ebene Lage in Hamme. Radstellplätze sind im Umfeld vorhanden, und auf vielen Wegen durch das Quartier ist das Radfahren komfortabel. Für Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto kommen, gilt: Es gibt keine hauseigene Tiefgarage oder einen exklusiven Parkplatz. In der Schmechtingstraße und den angrenzenden Straßen wird auf öffentlichen Stellflächen geparkt, überwiegend am Fahrbahnrand. Das Parken im Viertel ist abhängig von Tageszeit und Veranstaltungstag, die Kapazität ist naturgemäß begrenzt. Deshalb lohnt es sich, etwas Zeit für die Platzsuche einzuplanen oder auf eine Kombination aus ÖPNV und kurzem Fußweg zu setzen. Wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist, kann Mitfahrende direkt am Eingang aussteigen lassen und anschließend einen Stellplatz in der Umgebung suchen. Aufgrund der Wohnlage empfiehlt es sich, rücksichtsvoll zu parken und Lärmbelastungen beim Abholen zu vermeiden. Für Navigationsgeräte reicht die Eingabe der Adresse Schmechtingstraße 40, 44809 Bochum. Von den Autobahnen A40 oder A43 ist Hamme in wenigen Minuten erreichbar. Einmal im Quartier angekommen, führt die Schmechtingstraße durch eine ruhige Nachbarschaft. Das schlanke Ladenlokal mit dem charakteristischen Foyer liegt mittig im Straßenzug. Gäste schätzen den kurzen Weg von der Straße direkt in den Theaterraum. Gerade im Winter sind die kurzen Wege und die Nähe zu Gastronomie und Ateliers in der Umgebung ein angenehmer Pluspunkt.
Sitzplan, Plätze und Akustik: So sitzt du am besten
Das Theater der Gezeiten lebt von seiner Kompaktheit. Der Saal fasst rund 30 Stühle, die in einem einzelnen Raum zur Bühne hin ausgerichtet sind. Ein komplexer, nummerierter Sitzplan ist daher nicht erforderlich. Stattdessen entsteht eine übersichtliche Anordnung mit wenigen Reihen. Das hat praktische Vorteile: Selbst Plätze weiter hinten garantieren gute Sicht und direkte Ansprache, während die vorderen Reihen ein besonders intensives Erlebnis ermöglichen. Wer die feinen Details des Figurenspiels sehen möchte, profitiert von kurzen Distanzen und einem möglichst frontal ausgerichteten Platz. Für Musik- und Lesungsabende ist die Akustik in der Regel natürlich und unverstärkt, was der Nähe geschuldet ist. Dadurch klingen Stimmen warm und direkt, Instrumente entfalten sich ohne große Beschallung. Wer empfindlich auf Lautstärke reagiert, findet in mittleren Reihen oft den angenehmsten Kompromiss aus Präsenz und Distanz. Bei partizipativen Formaten, offenen Proben oder Gesprächsrunden lohnt sich ein Platz, der einen guten Blick auf Podium oder Spielfläche bietet, oft diagonal zur zentralen Achse. Aufgrund der geringen Kapazität empfiehlt es sich, früh zu kommen, um Wunschplätze zu sichern, insbesondere bei beliebten Lesungen, Gastspielen oder Konzerten. Für Familien mit Kindern ist die zweite Reihe häufig ideal, denn sie bietet Nähe ohne unmittelbare Bühnennähe, was kleinen Besucherinnen und Besuchern Komfort gibt. Je nach Projekt kann die Raumaufteilung variieren, etwa bei Werkstattformaten, die andere Sitzkreise oder eine freie Spielfläche vorsehen. Solche Informationen werden in der Programmankündigung transparent kommuniziert. Insgesamt gilt: Die Qualität des Erlebnisses hängt hier weniger vom Sitzplan als von der Offenheit für Begegnung ab. Die intime Akustik und die geringe Entfernung zur Spielfläche machen fast jeden Platz zum guten Platz, weshalb viele Stammgäste bewusst variieren – mal vorne für maximale Intensität, mal mittig für den Gesamtüberblick.
Geschichte, Leitung und Besonderheiten: Bochums kleinste Bühne
Das Theater der Gezeiten wurde Mitte der Neunzigerjahre gegründet und hat seither einen eigenständigen Weg eingeschlagen. Die Bühne ist in einer ehemaligen Bochumer Kneipe beziehungsweise einem alten Ladenlokal untergebracht, was bis heute den Charme des Hauses prägt. Historisch entwickelte sich das Profil aus einer Verbindung von Sprache, Körper, Musik, Videokunst und Tanz. Die künstlerische Leitung liegt aktuell bei Giampiero Piria, dessen Handschrift das Programm im besten Sinne niederschwellig und zugleich ambitioniert macht. Das Theater setzte früh auf Gastspiele, die über die Stadtgrenzen hinausstrahlen. Auftritte bei Festivals im In- und Ausland – darunter in Avignon, Edinburgh und Viterbo – zeigen, dass der kleine Raum künstlerisch Großes möglich macht. Als Bochums kleinste Bühne wurde das Haus in der Stadt bekannt, ein Prädikat, das nicht nur auf die Sitzplatzzahl verweist, sondern auf die Kultur des Miteinanders, die hier gelebt wird. Im Foyer befindet sich TINYrooms, ein kuratiertes Kleinod mit 48 miniaturhaften Kunstwerken in den Schubladen eines antiken Kurzwarenschranks. Jedes Fach wurde von einer Künstlerin oder einem Künstler aus Bochum gestaltet, wodurch ein konzentrierter Querschnitt der lokalen Kunstszene entsteht. Diese Ausstellung verankert das Theater noch tiefer im kulturellen Gefüge der Stadt. Neben den künstlerischen Aktivitäten spielt das Engagement im Quartier Hamme eine tragende Rolle. Ein aktiver Nachbarschaftskreis trifft sich regelmäßig im Haus, plant Spielstraßenfeste in Kooperation mit verkehrs- und stadtgesellschaftlichen Initiativen, diskutiert Themen der Stadtentwicklung und bringt Menschen aus unterschiedlichen Generationen zusammen. Diese Verwurzelung zeigt sich in Formaten wie der Brotzeit, die monatlich ein Zeichen setzt für Gemeinschaft und Teilhabe. Zusammen ergibt sich ein Theaterbild, das Nähe als künstlerische Methode versteht. Ohne großes Haus, aber mit einer starken Idee wird hier seit Jahren gezeigt, wie sich Kultur, Alltag und Nachbarschaft befruchten können.
Ausstattung, Foyer und KPR 38: Räume für Nähe und Austausch
Die räumliche Struktur des Theater der Gezeiten ist konzentriert und funktional. Der Bühnenraum misst etwa 70 Quadratmeter, die Bestuhlung ist flexibel und orientiert sich am Format des Abends. Das Foyer bewahrt den Charakter des früheren Ladens und dient als Treffpunkt vor und nach den Veranstaltungen. Hier steht die große Theke, an der Gespräche weitergehen, an der neue Ideen entstehen und an der sich Gäste, Künstlerinnen und Künstler selbstverständlich mischen. Als Erweiterung des Hauses steht mit KPR 38 ein zusätzlicher Raum zur Verfügung, der als Proben-, Werk- und Entwicklungsort dient. Dort können Produktionen wachsen, bevor sie im Theatersaal auf das Publikum treffen. Die technische Ausstattung ist bewusst reduziert und auf die Anforderungen kleiner Formate zugeschnitten. Lichtstimmungen und Klang werden so gesetzt, dass sie die Nähe unterstützen, anstatt Distanz zu schaffen. Auch deshalb schätzen viele Künstlerinnen und Künstler die Arbeit auf dieser Bühne: Zwischen Auftritt und Resonanz liegen hier nur wenige Schritte. Wer als Besucherin oder Besucher das erste Mal kommt, findet in der Regel eine einfache, klar verständliche Wegeführung vor. Garderoben, Kasse beziehungsweise Spendenhut und Zugang zum Saal liegen dicht beieinander. Der kurze Übergang macht den Theaterabend schlank, ohne auf Atmosphäre zu verzichten. Im Umfeld des Hauses sind Ateliers und weitere Kulturorte präsent, was Kooperationsprojekte begünstigt. Das Publikum erlebt dadurch nicht nur Einzelabende, sondern kann in der Nachbarschaft auf kulturelle Spaziergänge gehen, zum Beispiel zu Ausstellungen oder kleinen Konzerten in der Nähe. Diese Vernetzung ist auch programmatisch wichtig: Das Theater versteht sich als Ort des gemeinschaftlichen Gestaltens, an dem tragfähige Ideen aus dem Quartier in künstlerische Formate übersetzt werden. Praktisch bedeutet das kurze Wege in der Organisation, direkte Kommunikationskanäle und flexible Probemöglichkeiten. In Summe entsteht eine Infrastruktur der Nähe, die den Charakter des Hauses sichtbar macht und seine künstlerische Handschrift prägt.
Quellen:
- Theater der Gezeiten – Offizielle Website
- Über uns – Theater der Gezeiten
- TINYrooms – Theater der Gezeiten
- Bochum Tourismus – Theater der Gezeiten
- Bochum Marketing – Theater der Gezeiten
- Kulturbericht Stadt Bochum – Theater der Gezeiten, Kapazität und Profil
- Nahmobilitätskonzept Bochum-Hamme – Parken und Straßenraum Schmechtingstraße
- Lokalkompass – Kulturabende im Theater der Gezeiten
- ruhrpottKIDS – Theater der Gezeiten
- VRR Fahrplan – Haltestelle Hamme Kirche (Umfeld Schmechtingstraße)
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Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
Ursula Kiygi
29. Dezember 2025
Es ist ein kleines Theater in Bochum Hamme mit einer sehr schönen, 'familienähnlichen' Atmosphäre. Sie bieten Künstlern die Möglichkeit, ohne feste Gage aufzutreten (es gibt einen Hut auf dem Tresen). Ich habe simmischalala (Simone), die Sängerin von MZR MIT, mit ihrer Ukulele gesehen – und es war wunderschön!
Schwarze Eisbaerin Mankowski
12. August 2025
Ich kann dieses kleine, aber feine literarische und Theaterhaus jedem empfehlen, der schöne Kinder- und Erwachsenentheater sowie interessante Lesungen mag. Giampiero Piria bietet nicht nur Profis, sondern auch Neulingen, wie neuen Autoren* mit ihren allerersten Veröffentlichungen oder Bühnenstücken, Platz. Die Getränkebar macht den Besuch/Intervalle/Abschluss einer Veranstaltung zu einem rundum gelungenen Erlebnis, mit kalten Getränken und Kaffee auf Spendenbasis. Mehr Informationen findet man auf der Website des Theaters, zum Beispiel:
Gabi Peisker
11. April 2025
Hallo!! Gestern habe ich das Theater der Gezeiten in Bochum Hamme zum ersten Mal besucht. Ich fühlte mich räumlich in eine andere Zeit und Kultur versetzt. Ich habe eine multimediale Lesung von Christian Huppert, Claudius Reimann und Manfred Kindler zum Thema "Unkraut auf Rügen" gesehen und erlebt. Unterhaltsam, humorvoll mit Tiefe, ein besonderes literarisches Genre eines Smartphone-Romans. Live-Musik, handgemacht ohne technische Spielereien, authentische Dialoge, sprachlicher Witz, sogar hochgradige sprachliche Akrobatik mit Identifikationspotenzial. Aber ich möchte auch besonders die Atmosphäre im Theater betonen, die liebevoll retro 50er/60er Jahre Dekoration, die einladenden Menschen, das Vertrauen; es war eine kostenlose Veranstaltung, und dennoch hat jeder sein Geld wert bekommen. So gut, so liebevoll!! Ich bin der Nachbarschaftsgruppe Schmechtingstr. dankbar für so viel Kultur von Menschen für Menschen. Gabi Peisker aus Werne
Kevin Prott
5. Mai 2024
Ein kleines, aber ausgezeichnetes Theater. Es war ein bisschen altmodisch, aber sehr gemütlich. Wir haben dort ein schönes und lehrreiches Kindertheaterstück gesehen. Sie haben das Beste aus einem kleinen Raum gemacht. Das Personal und der Darsteller waren unglaublich freundlich. Die Kleinen haben es absolut geliebt. Wir kommen auf jeden Fall wieder!
Martina Dorgathen
2. Oktober 2023
Wir hatten einen wunderbaren Nachmittag im Theater der Gezeiten! Wir waren absolut begeistert von der Aufführung des Erzähltheaterunternehmens Fabularasa "So ein Riesenzoff", basierend auf einer irischen Legende. Sehr empfehlenswert, besonders als besonderes Familienereignis in der Vorweihnachtszeit! In Winzighausen haben zwei Riesen einen schrecklichen Streit. Das Stück zeigt humorvoll, wie ein böser Streit letztendlich zu friedlichem Zusammenleben führen kann.
