How We Meet im Kunstmuseum Bochum: Fluxus, Klang und Kunst erleben


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Ein Abend für Fluxus, Klang und überraschende Begegnungen im Kunstmuseum Bochum
Die Führung zu Yuko Mohri & Ei Arakawa-Nash – How We Meet eröffnet einen präzisen Blick auf eine Ausstellung, die aus der Fluxus-Tradition heraus neue Verbindungen zwischen Installation, Performance und Skulptur knüpft. Im Kunstmuseum Bochum begegnen sich Wasser, Strom, Alltagsobjekte und performative Situationen zu einem Kunsterlebnis, das die Wahrnehmung schärft und den Raum selbst zum Mitspieler macht.
Fluxus als lebendige Gegenwart
Ausgangspunkt der Schau ist die Fluxus-Sammlung des Museums, die mit Werken von Alison Knowles, Daniel Spoerri, Wolf Vostell, Mauricio Kagel und Geoffrey Hendricks einen kunsthistorisch bedeutsamen Resonanzraum bildet. Mohri und Arakawa-Nash übersetzen diese Sammlung in eine zeitgenössische Sprache, in der Idee, Prozess und Begegnung wichtiger sind als das abgeschlossene Objekt. Genau darin liegt die Stärke dieser Ausstellung: Sie macht eine historische Kunstrichtung als offene Erfahrung neu lesbar.
Yuko Mohri: Klangskulpturen im Fluss der Bedingungen
Yuko Mohri arbeitet mit Klang, Readymades und ortsspezifischen Installationen. Regenschirme, Papierrollen, Glühbirnen, Lebensmittel oder Ventilatoren werden zu fein austarierten Bild- und Klangräumen, die auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht und die Bewegung des Publikums reagieren. Ihre Arbeiten entfalten eine ästhetische Erfahrung zwischen Kontrolle und Zufall, zwischen Maschine und Miniatur-Ökosystem. Die in Bochum gezeigte Version von Moré Moré (Leaky) verdichtet diese poetische Logik zu einer Kunst der zirkulierenden Energie.
Ei Arakawa-Nash: Performance als offenes System
Ei Arakawa-Nash verbindet Installation, Performance, Klang und Lyrik zu einer Kunst, in der Menschen, Dinge und Bilder gleichberechtigt auftreten. Seine Arbeiten nehmen auch Systeme wie Geld, Kunstmarkt, CO2-Fußabdruck und den Wert von Arbeit in den Blick. Die Ausstellung wird dadurch nicht nur sinnlich, sondern auch reflektierend: Sie stellt Fragen nach Produktion, Austausch und gesellschaftlicher Wirkung von Kunst. Gerade für kunstinteressierte Besucher entsteht so eine Ausstellungserfahrung mit intellektueller Tiefe und hoher Gegenwartsrelevanz.
Ein spielerischer Parcours durch Räume und Bedeutungen
How We Meet ist als spielerischer Parcours angelegt. Wasser, Geld und Salat dienen als Denkfiguren, die scheinbar ferne Werkzusammenhänge miteinander verbinden. Das Resultat ist eine Ausstellung mit klarer Raumwirkung, feinen materiellen Kontrasten und einer Atmosphäre, in der sich das Publikum aufmerksam durch bewegte Klang- und Objektkonstellationen orientiert. Hier wird Kuratierung selbst zum erzählerischen Instrument.
Führung mit direktem Mehrwert für den Ausstellungsbesuch
Die Führung findet im Rahmen des Museumsbesuchs statt; die Teilnahme ist im Eintritt enthalten. Wer zeitgenössische Kunst, Fluxus, Installation und Performance nicht nur betrachten, sondern wirklich verstehen will, erlebt hier eine fundierte Vermittlung mit kultureller Bildung auf hohem Niveau. Der Rundgang öffnet Zugänge zu Werkprozessen, Kunstgeschichte und den konzeptuellen Ebenen der Ausstellung.
Fazit
Diese Führung zeigt das Kunstmuseum Bochum von seiner experimentellen Seite: konzentriert, lebendig und kunsthistorisch präzise. Besucher erwartet eine Ausstellung, die mit Klang, Bewegung und Idee den Raum verwandelt und den Blick auf Fluxus neu belebt. Ein Besuch lohnt sich unbedingt live, weil nur vor Ort die volle Ausstellungsatmosphäre und die fragile Schönheit der installativen Arbeiten erfahrbar werden.
Offizielle Kanäle von Kunstmuseum Bochum:
- Instagram: https://www.instagram.com/kunstmuseum_bochum/
- Facebook: https://www.facebook.com/pages/Kunstmuseum-Bochum/133810713334185
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.kunstmuseumbochum.de/










