Gregor Hildebrandt - Zwischen A und w bei RUTTKOWSKI;68 in Bochum


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Gregor Hildebrandt in Bochum: Wenn Klang zu Bild wird
Mit Zwischen A und w zeigt RUTTKOWSKI;68 in Bochum eine Ausstellung, die Gregor Hildebrandts poetische Bildsprache in ihrer ganzen Präzision erlebbar macht. Die Präsentation läuft vom 3. Juni bis 9. August 2026; ein Besuch verbindet aktuelle Gegenwartskunst mit einer eindrucksvollen Werkbetrachtung zwischen Malerei, Skulptur und Installation.
Material als Erinnerungsspeicher
Hildebrandt arbeitet mit analogen Datenträgern, mit Kassettentapes, Vinyl und anderen medialen Relikten, die er in minimalistische Werke überführt. Aus diesen Materialien entstehen Bilder und Objekte, denen eine unsichtbare musikalische und kulturelle Vor-Geschichte eingeschrieben bleibt. Gerade darin liegt die Stärke dieses Kunsterlebnisses: Die Oberfläche wirkt klar und konzentriert, doch darunter öffnet sich ein vielschichtiger Resonanzraum aus Erinnerung, Popgeschichte und Kunstgeschichte.
Zwischen Musik, Literatur und Alltagsmythos
Der von Gregor Jansen kuratierte Ausstellungstitel verweist auf ein Netzwerk von Bezügen, das von persönlichen Erfahrungen bis zu kulturellen Referenzen reicht. In den Werken treffen magnetische Notationen auf Alltagsobjekte, popkulturelle Mythen auf reduzierte Form. Diese Verbindung schafft eine Ausstellungsatmosphäre, in der das Sehen fast automatisch zum Hören wird und die Ästhetische Erfahrung eine leise, nachhaltige Intensität gewinnt.
Raumwirkung und visuelle Spannung
Besonders eindrucksvoll ist die räumliche Präsenz der Arbeiten: Hildebrandts aus Magnetband oder Audio-Kassetten gefertigte Bilder, die geformten Vinyl-Skulpturen und terrazzoartigen Mosaike aus Schallplatten entfalten eine stille, aber kraftvolle Raumwirkung. Das Material bleibt erkennbar, wird jedoch in eine neue Ordnung überführt. So entsteht Gegenwartskunst, die nicht laut sein muss, um lange nachzuwirken.
Kunsthistorische Einordnung
Gregor Hildebrandt, 1974 in Bad Homburg geboren, lebt und arbeitet seit 1998 in Berlin. Er ist seit 2015 Professor für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München und erhielt unter anderem den Falkenrot Preis. Seine Arbeiten stehen in einem Dialog mit minimalistischer Ästhetik, Nouveau Réalisme und einer erweiterten Materialität der Malerei. Die Ausstellung in Bochum führt diese Entwicklung konsequent weiter und macht sichtbar, wie aus analogen Spuren eine präzise, zeitgenössische Bildsprache entsteht.
Was Besucher in Bochum erwartet
Zwischen A und w bietet eine konzentrierte Ausstellung mit starker visueller Identität, kluger Kuratierung und einem offenen Blick auf die Beziehung zwischen Klang, Bild und Erinnerung. Der Eintritt ist frei, die Schau läuft im Sommer 2026 im Raum von RUTTKOWSKI;68. Wer aktuelle Kunst mit geistiger Tiefe und sinnlicher Präsenz sucht, sollte diese Ausstellung live erleben.
Offizielle Kanäle von Gregor Hildebrandt:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.galerieklueser.com/kuenstler/gregor-hildebrandt/










