Weg der Kohle im LWL-Museum Zeche Hannover: Fotografie und Industriegeschichte in Bochum

Event: Weg der Kohle in LWL-Museum Zeche Hannover, Günnigfelder Straße 251, 44793 Bochum on 22. Mai 2026

Datum und Uhrzeit

22. Mai 2026 10:00 Uhr

Veranstaltungsort

LWL-Museum Zeche Hannover
Günnigfelder Str. 251, 44793 Bochum, Deutschland

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Weg der Kohle: Fotografische Spurensuche im LWL-Museum Zeche Hannover

Die Ausstellung Weg der Kohle rückt einen zentralen Stoff der Industriegeschichte in den Blick: Kohle als Rohstoff, Arbeitsrealität und Symbol eines tiefgreifenden Strukturwandels. Im LWL-Museum Zeche Hannover begegnen Besucherinnen und Besucher den intensiven Fotografien von Khalil Noé Döring, die den Weg der Steinkohle von Rotterdam über den Rhein bis ins Ruhrgebiet nachzeichnen.

Zwischen Hafen, Fluss und Werkhalle

Die Bildstrecke beginnt an den Kohlenlagern im Europoort in Rotterdam und folgt dem Transport auf einem Kohle- und Erzfrachter über Waal und Rhein nach Duisburg. Dort öffnet sich der Blick in die verborgenen Räume von Kokerei, Hochofen und Stahlwerk. Der dokumentarische Ansatz macht industrielle Prozesse sichtbar, die im Alltag oft unsichtbar bleiben.

Menschen im Zentrum der Industrieästhetik

Besonders eindringlich ist der Fokus auf die Menschen und ihre Arbeitsumgebungen. Dörings Fotografien verbinden Sachlichkeit mit atmosphärischer Dichte: Licht, Staub, Metall, Wasser und Bewegung verdichten sich zu einer Werkbetrachtung, die mehr ist als reine Dokumentation. Hier wird Arbeitskultur als gelebte Realität erfahrbar.

Industriekultur als Kunsterlebnis

Im historischen Malakowturm der Zeche Hannover gewinnt die Ausstellung zusätzliche Raumwirkung. Der Ort selbst erzählt von Bergbau, Energiegeschichte und Wandel. So entsteht eine ästhetische Erfahrung, in der Fotografie, Architektur und Erinnerung miteinander in Dialog treten. Das LWL-Museum Zeche Hannover versteht sich als Ort der Industriekultur und des Lernens; die Sonderausstellung fügt sich schlüssig in diese Perspektive ein.

Wissen, Wandel und kulturelle Bildung

Die Schau spricht nicht nur Kunstinteressierte an, sondern auch alle, die sich für Rohstoffketten, Klimawandel, Stahlproduktion und die Geschichte des Ruhrgebiets interessieren. Sie eröffnet einen präzisen, anschaulichen Zugang zu Fragen der Gegenwart: Woher kommt die Kohle heute, wer arbeitet mit ihr, und wie verändert sich die industrielle Arbeitswelt?

Fazit

Weg der Kohle verbindet zeitgenössische Fotografie mit Industriekultur und regionaler Geschichte zu einem vielschichtigen Kunsterlebnis. Wer den Wandel der Arbeitswelt und die Kraft dokumentarischer Fotografie verstehen will, sollte diese Ausstellung unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Khalil Noé Döring:

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Quellen:

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