Bochum erlebt Schubert und Bruckner: Bochumer Symphoniker spielen Aus der Schublade


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Schubert und Bruckner: Ein musikalischer Nachmittag mit den Bochumer Symphonikern
Am Sonntag, 11. Oktober 2026, öffnet das Anneliese Brost Musikforum Ruhr seine Türen für ein Konzert, das zwei sinfonische Schlüsselwerke des 19. Jahrhunderts miteinander verbindet. Unter dem Titel Aus der Schublade begegnen sich Franz Schuberts berühmte h-Moll-Symphonie und Anton Bruckners frühe d-Moll-Symphonie im Großen Saal. Die Bochumer Symphoniker spielen unter der Leitung von Aurel Dawidiuk.
Zwischen Unvollendetem und Wiederentdecktem
Schuberts Unvollendete zählt zu den eindringlichsten Werken der romantischen Orchestermusik. Ihre konzentrierte Dramaturgie, die dunkle Klangfarbe und die unverwechselbare Melodik entfalten eine Atmosphäre zwischen innerer Bewegung und rätselhafter Offenheit. Das Werk besitzt jene musikalische Sprachkunst, die auch ohne Worte unmittelbar erzählt.
Anton Bruckners d-Moll-Symphonie, die sogenannte Nullte, führt in eine andere Klangwelt. Monumentale Spannungsbögen, markante Blechbläserfarben und eine architektonisch gedachte Form prägen das Werk. In der Gegenüberstellung entsteht ein Konzertprogramm, das musikalische Entwicklung, sinfonische Form und die Suche nach einer eigenen Tonsprache hörbar macht.
Aurel Dawidiuk und die Bochumer Symphoniker
Die Bochumer Symphoniker zählen zu den prägenden Klangkörpern der Ruhrgebietsstadt. Für dieses Konzert übernimmt Aurel Dawidiuk das Dirigat. Seine musikalische Leitung stellt die kontrastreichen Charaktere von Schubert und Bruckner in den Mittelpunkt: hier die konzentrierte, lyrische Verdichtung, dort die weit gespannte sinfonische Klangarchitektur.
Das literarische Motiv des Veranstaltungstitels erhält dabei eine musikalische Wendung. Was lange in der Schublade lag, gewinnt im Konzertsaal neue Gegenwart. Partitur, Orchesterklang und Raum verschmelzen zu einem kulturellen Erlebnis, das historische Musik mit lebendiger Aufführungspraxis verbindet.
Einführung vor dem Konzert
Bereits um 15:00 Uhr findet im Großen Saal eine Einführung statt. Sie bietet Orientierung zu den Komponisten, den beiden Symphonien und den dramaturgischen Verbindungen des Programms. Die Hausöffnung ist für 14:45 Uhr vorgesehen.
Lesungs-Atmosphäre des Hörens
Auch ohne gesprochene Literatur besitzt dieser Konzertnachmittag eine eigene Lesungs-Atmosphäre: Motive treten wie Figuren hervor, Themen kehren verwandelt zurück, und jede Instrumentengruppe erweitert die narrative Perspektive. Wer klassische Musik als klingende Erzählkunst erlebt, entdeckt in diesem Programm eine besondere Form der Autor-Begegnung – nicht mit einem Schriftsteller, sondern mit den kompositorischen Stimmen Schuberts und Bruckners.
Fazit: Ein intensives Konzerterlebnis in Bochum
Aus der Schublade verspricht einen konzentrierten Nachmittag mit großer sinfonischer Literatur, markanten Klangfarben und einer Einführung unmittelbar vor dem Konzert. Musikfreunde erleben die Bochumer Symphoniker im Anneliese Brost Musikforum Ruhr mit Schubert und Bruckner in einem spannungsreichen Programm. Wer die Wirkung dieser Werke nicht nur aus Aufnahmen kennt, sollte den Konzertsaal live erleben.
Offizielle Kanäle von den Bochumer Symphonikern:
- Website: https://www.bochumer-symphoniker.de/
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden







