hallo niemand in Bochum: Politischer Roadtrip in Versen im Oval Office


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hallo niemand: Ein politischer Roadtrip in Versen im Oval Office
Am Freitag, 18. Dezember 2026, lädt das Schauspielhaus Bochum zu einem ungewöhnlichen Theaterabend ins Oval Office ein. hallo niemand verbindet Gegenwartslyrik, politische Satire und Schauspiel zu einem intensiven Veranstaltungserlebnis über Identität, Glauben, Sexualität und die Widersprüche einer zerrissenen Gegenwart.
Mit Vollgas durch ein widersprüchliches Deutschland
Im Zentrum steht ein Held, der in einem roten Audi A6 von Wien nach Berlin fährt, um Bundeskanzler zu werden. Seine Reise führt über Autobahnraststätten und Penny-Parkplätze, durch linke und rechte Demonstrationen, vorbei am Bundestag und auf einen Zirkusplatz. Schließlich landet er in einem polizeilichen Verhörzimmer. Die rasanten Stationen bilden den ungewöhnlichen Rahmen für einen theatralen Deutschland-Reise-Bericht voller absurder Wendungen.
Politische Satire trifft Gegenwartslyrik
Yevgeniy Breygers erzählendes Langgedicht hallo niemand verbindet humorvolle Politsatire mit einer ernsten Auseinandersetzung über die Versehrtheit von Körper und Geist in Zeiten von Krieg und totalitärer Realitätserzwingung. Skurrile Figuren, religiöse Motive und bekannte politische Namen treffen auf Fragen nach persönlicher Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung.
Ein Abend für neugierige Theatergäste
Regisseur Lucien Strauch entwickelt im Oval Office eine Inszenierung, die Text, Spiel und politische Beobachtung eng miteinander verknüpft. Danai Chatzipetrou, Oliver Möller und Alexander Wertmann stehen auf der Bühne. Die Publikumsstimmung lebt von der unmittelbaren Nähe des variablen Veranstaltungsortes, der am Schauspielhaus Bochum regelmäßig Literatur, Dokumentarisches, Musik, Gespräch und Dramatik zusammenführt.
Ausgezeichneter Autor, eigenwillige Perspektive
Yevgeniy Breyger, 1989 in Charkiw geboren, zählt zu den prägenden deutschsprachigen Gegenwartslyrikern. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Christine-Lavant-Preis, der Klopstock-Preis für neue Literatur und der Literaturpreis der deutschen Wirtschaft. Seine poetische Sprache trifft in dieser Uraufführung auf ein konsequent politisches Theaterkonzept.
Fazit: Theater als wacher Blick auf die Gegenwart
hallo niemand verspricht einen konzentrierten Theaterabend mit schwarzem Humor, poetischer Sprache und gesellschaftlicher Reibung. Wer politische Gegenwartsdramatik, ungewöhnliche Bühnenformen und eine intensive Event-Atmosphäre schätzt, erlebt im Oval Office einen Roadtrip, der noch lange nachwirkt. Karten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich; im Oval Office gilt das Pay-what-you-want-Prinzip.
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