Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Bochum vor Ort verstehen


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Bochums Geschichte zu Fuß begreifen: Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit im Faschismus
Am Sonntag, 11. Oktober 2026, führt ein historischer Rundgang durch Stahlhausen und entlang des Westparks zu den Spuren von Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Bochum. Die Veranstaltung der Volkshochschule Bochum findet in Kooperation mit der VVN-BdA Bochum statt und macht lokale Geschichte an konkreten Orten erfahrbar.
Ein Rundgang zu den Spuren des Bochumer Vereins
Im Mittelpunkt steht der Bochumer Verein, dessen Betriebe während des Zweiten Weltkriegs auf die Herstellung kriegswichtiger Güter ausgerichtet waren. Der Rundgang zeigt, wie eng industrielle Produktion, Rüstungswirtschaft und das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern miteinander verbunden waren.
Lebensbedingungen und Herkunft der Zwangsarbeiter
Die Führung widmet sich den Menschen, die im Verlauf des Krieges nach Bochum gebracht wurden. Thematisiert werden ihre Herkunft, ihre Unterbringung und die Lebensbedingungen in der Stadt. Ebenso geht es um den Umgang von Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen sowie der Bochumer Bevölkerung mit den Zwangsarbeitenden.
Stahlhausen, Westpark und Erinnerungskultur
Die Route durch Stahlhausen und entlang des Westparks verbindet industrielle Topografie mit historischer Bildungsarbeit. Vor Ort entsteht ein eindringliches Entdeckungserlebnis: Architektur, ehemalige Produktionsstandorte und Erinnerungszeichen verknüpfen sich zu einem anschaulichen Bild der Bochumer Vergangenheit. Einige Stolpersteine erinnern zudem an jüdische Bochumer Bürgerinnen und Bürger und setzen ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus.
Historische Bildung mit fachkundiger Begleitung
Geleitet wird der Rundgang von Wolfgang Dominik. Die Volkshochschule Bochum stärkt mit ihren Angeboten die politische Bildung, die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe und eine lebendige Erinnerungskultur. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Bochum, seine Industriegeschichte und die Folgen des Nationalsozialismus aus einer fundierten historischen Perspektive kennenlernen möchten.
Fazit: Geschichte erleben und Verantwortung verstehen
Dieser Stadtrundgang verbindet lokale Geschichte, industrielle Vergangenheit und kritische Erinnerungskultur. Wer Bochum mit neuen Augen sehen und historische Zusammenhänge direkt vor Ort nachvollziehen möchte, erlebt eine informative und nachwirkende kulturelle Bereicherung. Die Teilnahme ist kostenfrei; eine Anmeldung bei der VHS Bochum wird empfohlen.
Offizielle Kanäle von Volkshochschule Bochum und VVN-BdA Bochum:
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