Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern: Kunst in der Pauluskirche Bochum


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Zwei Kunstwelten auf der Suche nach dem Absoluten
Die Ausstellung Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern... verwandelt die Evangelische Pauluskirche in Bochum in einen besonderen Ort der Werkbetrachtung. Vom 9. bis 24. Oktober 2026 begegnen sich dort Arbeiten von Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT – zwei eigenständige künstlerische Positionen, die sich mit existenziellen, philosophischen und transzendenten Fragen auseinandersetzen.
Philosophische Pop Art trifft poetische Zeichnung
BĀLAVAT entwickelt eine energische, kraftvolle und plakative Bildsprache. Großformatige Objektbilder verbinden sich mit lyrisch-philosophischen Texten und spannen weite Bögen zwischen dem Profanen, dem Universellen und dem Transzendenten. Seine Kunst nutzt zeitgenössische Mittel, um grundlegende Fragen der Menschheit neu zu formulieren. Die Verbindung von Bild, Objekt und Sprache verleiht den Arbeiten eine unmittelbare Präsenz und macht sie zu sinnlichen Denk-Räumen.
Renate von Charlottenburg nähert sich demselben geistigen Horizont auf nahezu konträre Weise. Ihre Bleistift-Tusche-Zeichnungen erscheinen leise, detailreich, zärtlich und verspielt. Mythen und Märchen aus Ost und West bilden den kulturellen Resonanzraum ihrer Bildwelt. In ihren Zeichnungen verschieben sich vertraute Gegensätze, öffnen sich neue Perspektiven und entsteht eine poetische Form der ästhetischen Erfahrung.
Kunst im sakralen Raum
Die Pauluskirche bietet der Ausstellung eine markante Raumwirkung. Sakrale Architektur, Licht und Stille treten in einen spannungsvollen Dialog mit Malerei, Zeichnung, Objektkunst und Installation. Die Ausstellungsatmosphäre lädt dazu ein, den Blick zu verlangsamen und die Werke nicht nur analytisch, sondern auch intuitiv zu erfassen. Zwischen Kirchenraum und Kunstwerk entsteht ein Zwischenbereich, in dem sich Fragen nach Endlichkeit, Sinn und dem Absoluten verdichten.
Eine besondere künstlerische Begegnung
Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT waren fast fünf Jahrzehnte als Paar auf persönlicher und künstlerischer Ebene verbunden. Trotz gemeinsamer Motivation und gegenseitiger Inspiration blieben ihre künstlerischen Ausdrucksformen eigenständig. Nach zahlreichen separaten Ausstellungen werden ihre Werke in der Pauluskirche erstmals gemeinsam präsentiert. Gerade dieser Kontrast macht die Kuratierung besonders reizvoll: Hier begegnen sich philosophische Pop Art, poetische Zeichnung, Meta-Romantik und eine intensive Beschäftigung mit den geistigen Grundlagen menschlicher Existenz.
Vernissage mit Lesung und Gespräch
Zur Eröffnung liest der Schauspieler Hansa Czypionka Texte zu den Bildern von BĀLAVAT. Moderiert wird die Vernissage vom Philosophen und Verleger Andreas Mascha. Renate von Charlottenburg ist bei der Eröffnung anwesend. BĀLAVAT, der 2019 verstorben ist, bleibt durch seine Bilder und Schriften präsent.
Fazit: Ein Kunsterlebnis zwischen Geist, Bild und Raum
Diese Ausstellung verspricht eine konzentrierte ästhetische Erfahrung zwischen philosophischer Reflexion, poetischer Imagination und sakraler Raumwirkung. Kunstinteressierte erleben zwei unverwechselbare Positionen, die auf unterschiedliche Weise nach dem Unendlichen im Endlichen suchen. Ein Besuch der Pauluskirche eröffnet neue Blickwinkel auf Zeichnung, Objektkunst und zeitgenössische Kunst – und lädt dazu ein, dem Absoluten mit offenen Augen und eigener Vorstellungskraft näherzukommen.
Offizielle Kanäle von Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: kein offizielles Profil gefunden










