Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern: Kunst in Bochum erleben


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Zwei künstlerische Wege zum Absoluten in der Pauluskirche Bochum
Die Ausstellung Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern... führt zwei eigenständige künstlerische Positionen in einem besonderen sakralen Raum zusammen. Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT begegnen den großen Fragen des Menschseins, des Universellen und des Transzendenten mit grundverschiedenen Bildsprachen. In der Evangelischen Pauluskirche entsteht ein konzentriertes Kunsterlebnis zwischen philosophischer Pop Art, poetischer Zeichnung, Mythos und geistiger Suche.
Philosophische Pop Art trifft poetische Zeichnung
BĀLAVAT nähert sich dem Absoluten mit energischen, kraftvollen und großformatigen Objektbildern. Lyrisch-philosophische Texte begleiten seine Arbeiten und spannen gedankliche Bögen vom Profanen zum Universellen und Transzendenten. Plakative Formen, provokante Setzungen und eine unmittelbare Bildsprache verbinden sich zu einer zeitgenössischen, philosophisch ausgerichteten Pop Art. Die Werke stellen Grundfragen der Menschheit neu und öffnen den Blick für eine Kunst, die Denken und sinnliche Wahrnehmung miteinander verschränkt.
Renate von Charlottenburg entwickelt dazu einen nahezu konträren Zugang. Ihre detailreichen Bleistift-Tusche-Zeichnungen erscheinen leise, zärtlich und verspielt. Mythen und Märchen aus Ost und West bilden den kulturellen Resonanzraum ihrer Bildwelt. In der von ihr geprägten Meta-Romantik verbindet sie erzählerische Feinheit, humorvolle Brechung und kunsthistorische Bezüge zur deutschen Frühromantik. Ihre Zeichnungen verwandeln scheinbare Gegensätze in poetische Übergänge und eröffnen neue Horizonte der Werkbetrachtung.
Ästhetische Erfahrung im sakralen Raum
Die Pauluskirche verleiht der Ausstellung eine besondere Ausstellungsatmosphäre. Licht, Raumhöhe und die stille Konzentration des Kirchenraums treffen auf Malerei, Zeichnung, Objektbild und Installation. Zwischen Farben, Formen, Materialien und Texten entsteht eine ästhetische Erfahrung, die über die reine Betrachtung hinausweist. Das Absolute erscheint hier nicht als fertige Antwort, sondern als offener Denk- und Erfahrungsraum.
Eine außergewöhnliche gemeinsame Präsentation
Nach vielen separaten Ausstellungen werden die Werke von Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT erstmals gemeinsam in Bochum präsentiert. Beide Künstler lebten und arbeiteten über viele Jahre in der Stadt und verband eine langjährige künstlerische sowie persönliche Partnerschaft. Ihre Positionen bleiben eigenständig, treten in der kuratorischen Gegenüberstellung jedoch in einen produktiven Dialog.
Lesung und Moderation zur Eröffnung
Zur Vernissage liest der Schauspieler Hansa Czypionka die Texte zu BĀLAVATs Bildern. Moderiert wird der Abend von dem Philosophen und Verleger Andreas Mascha. Renate von Charlottenburg ist bei der Eröffnung anwesend. BĀLAVAT verstarb 2019 und bleibt durch seine Bilder und Schriften präsent.
Fazit: Kunst zwischen Mythos, Denken und Transzendenz
Die Ausstellung verspricht ein vielschichtiges Kunsterlebnis für alle, die sich auf philosophische Bildwelten, poetische Zeichnung und kunsthistorische Bezüge einlassen möchten. Besucherinnen und Besucher erleben in der Pauluskirche eine kulturelle Bildung, die sinnliche Wahrnehmung und geistige Reflexion verbindet. Wer Kunst als ästhetische Erfahrung und als offene Frage an die Gegenwart begreift, sollte diese Ausstellung unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website Renate von Charlottenburg: https://renate-von-charlottenburg.de
- Website BĀLAVAT: https://balavat.de










