Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern: Kunst in Bochum

Event: Ausstellung: Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern... in Evangelische Pauluskirche, Grabenstr. 9, 44787 Bochum on 20. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

20. Oktober 2026 10:00 Uhr

Veranstaltungsort

Bochum
44 Bochum, Deutschland

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Zwei künstlerische Wege zum Absoluten in der Pauluskirche Bochum

Die Ausstellung Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern... bringt vom 9. bis 24. Oktober 2026 erstmals Werke von Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT gemeinsam zusammen. In der Evangelischen Pauluskirche entsteht ein Kunsterlebnis, das Gegensätze produktiv macht: leise Zeichnung begegnet kraftvoller Objektkunst, mythologische Bildwelten treffen auf philosophische Reflexionen.

Zwischen Meta-Romantik und philosophischer Pop Art

Renate von Charlottenburg nähert sich dem Absoluten mit Bleistift- und Tuschezeichnungen. Ihre detailreichen, zärtlichen und spielerischen Arbeiten greifen Mythen und Märchen aus Ost und West auf. Die Künstlerin entwickelt daraus eine eigenständige Meta-Romantik, die an die Errungenschaften der deutschen Frühromantik anknüpft und scheinbare Gegensätze mit geistreich-humorvoller Präzision überwindet.

BĀLAVAT arbeitet dagegen energisch, kraftvoll, plakativ und großformatig. Seine Objektbilder verbinden visuelle Verdichtung mit lyrisch-philosophischen Texten. Zwischen dem Profanen, dem Universellen und dem Transzendenten entfaltet sich eine zeitgenössische Bildsprache, die als philosophische Pop Art grundlegende Fragen der Menschheit neu formuliert.

Eine Ausstellung über Nähe, Gegensatz und gemeinsames Denken

Beide Künstler waren fast fünf Jahrzehnte als Paar verbunden, blieben in ihrem künstlerischen Ausdruck jedoch eigenständig. Gerade diese Verbindung von persönlicher Nähe und stilistischer Differenz prägt die Kuratierung der Ausstellung. Die Werkbetrachtung eröffnet einen Dialog zwischen Linien und Flächen, Intimität und öffentlicher Geste, stiller Kontemplation und expressiver Setzung.

Die Ausstellungsatmosphäre der Pauluskirche verstärkt diese ästhetische Erfahrung. Sakral geprägter Raum, Licht, Materialität und die konzentrierte Präsentation lassen die Arbeiten in einem besonderen Spannungsfeld erscheinen. Kunsthistorische Bezüge zu Romantik, Symbolismus, Pop Art und zeitgenössischer Objektkunst werden sinnlich erfahrbar, ohne die Werke auf eine einzige Deutung festzulegen.

Eröffnung mit Lesung und Gespräch

Zur Vernissage am Freitag, 9. Oktober 2026, liest der Schauspieler Hansa Czypionka Texte zu den Bildern von BĀLAVAT. Die Veranstaltung wird von dem Philosophen und Verleger Andreas Mascha moderiert. Renate von Charlottenburg ist bei der Eröffnung anwesend. BĀLAVAT, der 2019 verstorben ist, bleibt durch seine Bilder und Schriften präsent.

Öffnungszeiten und Kunsterlebnis

Die Ausstellung ist mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr sowie samstags von 12 bis 18 Uhr geöffnet; zusätzliche Besuche sind nach Anfrage möglich. Der Ausstellungsbesuch lädt dazu ein, sich Zeit für konzentrierte Werkbetrachtung zu nehmen und die unterschiedlichen Wege zum Absoluten im direkten Gegenüber zu erleben.

Fazit: Kunst als Spiegel des Unendlichen

Diese Ausstellung verspricht eine eindringliche ästhetische Erfahrung zwischen Zeichnung, Objektbild, Text und sakralem Raum. Kunstinteressierte erleben zwei eigenständige Positionen, die im Endlichen nach dem Unendlichen suchen. Wer Kunst als kulturelle Bildung, philosophische Anregung und sinnliches Kunsterlebnis begreift, sollte die Ausstellung in der Pauluskirche Bochum unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT:

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen