„Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern…“ in Bochum


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Zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit: Kunst als Annäherung an das Absolute
In der Evangelischen Pauluskirche Bochum begegnen sich ab dem 9. Oktober 2026 erstmals gemeinsam die Werke von Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT. Die Ausstellung „Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern…“ führt zwei eigenständige künstlerische Positionen zusammen, die über Jahrzehnte hinweg von gegenseitiger Inspiration geprägt waren und dennoch unverwechselbare Bildwelten entwickelten.
Ein Dialog zweier außergewöhnlicher Bildsprachen
BĀLAVAT arbeitet mit energischen, kraftvollen und großformatigen Objektbildern. Seine Kunst verbindet plakative Formen mit lyrisch-philosophischen Texten und spannt dabei weite Bögen vom Profanen zum Universellen und Transzendenten. Die Ausstellung zeigt eine zeitgenössische, philosophisch geprägte Pop Art, die grundlegende Fragen der Menschheit in eine unmittelbare visuelle Sprache übersetzt.
Renate von Charlottenburg nähert sich denselben großen Fragen auf leise, detailreiche und verspielte Weise. Ihre Bleistift-Tusche-Zeichnungen greifen Motive aus Mythen und Märchen des Ostens und Westens auf. Mit feiner Linienführung, poetischer Präzision und humorvoller Brechung entwickelt sie eine eigenständige Meta-Romantik, die kunsthistorisch an die Errungenschaften der deutschen Frühromantik anknüpft und diese in eine moderne Bildwelt überführt.
Werkbetrachtung im sakralen Raum
Die Pauluskirche schafft für diese Ausstellung eine besondere Ausstellungsatmosphäre. Zwischen Architektur, Licht und stiller Raumwirkung entfaltet sich ein Kunsterlebnis, das die Grenzen zwischen Galerie, Kirche und kontemplativem Erfahrungsraum verschiebt. Objektbilder, Zeichnungen, Text und sakrale Umgebung treten in einen spannungsreichen Dialog.
Die ästhetische Erfahrung entsteht dabei aus dem Gegensatz der künstlerischen Verfahren: Hier begegnen expressive Farb- und Formwirkungen, dort filigrane Linien, erzählerische Details und symbolische Bildräume. Die Kuratierung macht sichtbar, wie unterschiedlich Kunst dem Unverfügbaren begegnen kann und wie eng sich Gegensätze in einer gemeinsamen geistigen Haltung verbinden.
Eröffnung mit Lesung und moderiertem Gespräch
Zur Eröffnung am Freitag, 9. Oktober 2026, liest der Schauspieler Hansa Czypionka Texte zu den Bildern von BĀLAVAT. Die Veranstaltung wird von dem Philosophen und Verleger Andreas Mascha moderiert. Renate von Charlottenburg ist anwesend. BĀLAVAT, der 2019 verstorben ist, bleibt durch seine Bilder und Schriften präsent.
Die Ausstellung besitzt auch für die kulturelle Bildung besondere Bedeutung: Sie lädt dazu ein, über Spiritualität, Mythos, Transzendenz und die Rolle der Kunst in einer säkularen Gegenwart nachzudenken. Die Werke eröffnen keine eindeutige Antwort, sondern schaffen visuelle Räume für Wahrnehmung, Reflexion und persönliche Deutung.
Öffnungszeiten und Besuch
Die Ausstellung ist vom 9. bis 24. Oktober 2026 in der Pauluskirche Bochum zu sehen. Geöffnet ist sie mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr sowie samstags von 12 bis 18 Uhr. Besuche sind außerdem nach Anfrage möglich.
Fazit: Eine Ausstellung zwischen Poesie, Philosophie und Transzendenz
„Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern…“ versammelt zwei künstlerische Positionen, die das Endliche als Spiegel des Unendlichen begreifen. Die Ausstellung verspricht eine intensive Werkbetrachtung, eine ungewöhnliche Raumwirkung und eine anregende Begegnung mit Malerei, Zeichnung, Objektkunst und philosophischer Bildsprache. Kunstinteressierte sollten dieses besondere Kunsterlebnis in der Pauluskirche live erleben.
Offizielle Kanäle von Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT:
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