Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern: Kunst in Bochum

Event: Ausstellung: "Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Absoluten zu nähern..." in Evangelische Pauluskirche, Grabenstr. 9, 44787 Bochum on 23. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

23. Oktober 2026 15:00 Uhr

Veranstaltungsort

Bochum
44 Bochum, Deutschland

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Zwischen Welt und Unendlichkeit: Kunst auf der Suche nach dem Absoluten

In der Evangelischen Pauluskirche Bochum begegnen sich zwei eigenständige künstlerische Positionen: Werke von Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT. Die Ausstellung verbindet detailreiche Zeichnung, philosophisch aufgeladene Objektbilder und eine sakral geprägte Ausstellungsatmosphäre zu einem besonderen Kunsterlebnis.

Zwei Lebenswerke, ein geistiger Horizont

Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT waren fast fünf Jahrzehnte ein Paar, künstlerisch jedoch stets eigenständig. Ihre gemeinsame Präsentation führt zwei unterschiedliche Wege der Werkbetrachtung zusammen: Hier die stille, präzise und spielerische Linie der Bleistift-Tusche-Zeichnung, dort die energische, plakative und großformatige Bildsprache von BĀLAVAT.

Renate von Charlottenburg: Zeichnung als poetische Erkenntnis

Die Arbeiten von Renate von Charlottenburg nähern sich dem Absoluten mit feinen Linien, sorgfältigen Details und einer ausgeprägten Sensibilität für Mythen und Märchen aus Ost und West. Ihre als Meta-Romantik bezeichnete künstlerische Haltung verbindet kulturelle Erinnerung, Humor und philosophische Reflexion. In den Zeichnungen erscheinen vertraute Erzählmotive in neuer Gestalt und eröffnen Betrachtenden überraschende Blickwinkel.

BĀLAVAT: Philosophische Pop Art zwischen Alltag und Transzendenz

BĀLAVAT entwickelt in seinen Objektbildern eine kraftvolle, zeitgenössische Bildsprache. Großformatige Formen, plakative Farbwirkungen und lyrisch-philosophische Texte spannen Bögen vom Profanen zum Universellen. Seine Kunst verbindet Elemente der Pop Art mit existenziellen Fragen und macht die Spannung zwischen materieller Welt, innerer Erfahrung und Transzendenz sichtbar.

Kunst im sakralen Raum

Die Pauluskirche schafft einen besonderen Resonanzraum für die Ausstellung. Licht, Architektur und die vertikale Raumwirkung des Kirchenraums treten in einen Dialog mit Zeichnung, Objektbild und Installation. Die ästhetische Erfahrung entsteht dabei nicht allein aus den einzelnen Werken, sondern auch aus ihrem Zusammenspiel mit dem Charakter des Ortes.

Eröffnung mit Lesung und Gespräch

Zur Vernissage liest der Schauspieler Hansa Czypionka Texte zu den Bildern von BĀLAVAT. Moderiert wird die Eröffnung vom Philosophen und Verleger Andreas Mascha. Renate von Charlottenburg ist bei der Eröffnung anwesend. BĀLAVAT, der 2019 verstorben ist, bleibt durch seine Bilder und Schriften präsent.

Fazit: Eine Ausstellung zwischen Poesie, Philosophie und Bildkraft

Die Ausstellung lädt dazu ein, Kunst als offenen Denkraum zu erleben. Besucherinnen und Besucher erwartet eine vielschichtige Begegnung mit Malerei, Zeichnung, Objektkunst und philosophischer Bildpoesie. Wer sich auf die Werkbetrachtung einlässt, entdeckt unterschiedliche Wege zur kulturellen und ästhetischen Erfahrung des Unendlichen. Ein Besuch in der Pauluskirche bereichert den Kulturkalender Bochums um eine Ausstellung mit nachhaltiger geistiger Wirkung.

Offizielle Kanäle von Renate von Charlottenburg und BĀLAVAT:

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Quellen:

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