Kirche weiterbauen: Architektur, Spiritualität und neue Gemeinschaft in Bochum


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Kirche weiterbauen: Neue Perspektiven für sakrale Räume
Wo einst Gebet und Gottesdienst den Raum prägten, beginnt eine neue Auseinandersetzung mit Erinnerung, Gemeinschaft und Zukunft. Die Ausstellung Kirche weiterbauen – Kulturhaus Ruhr lädt dazu ein, die Christ-König-Kirche in Bochum als Ort architektonischer Visionen und gesellschaftlicher Fragen zu erleben.
Architektur zwischen Geschichte und Zukunft
30 Absolventinnen und Absolventen der TU Dortmund präsentieren ihre Masterarbeiten zur Umnutzung von fünf Kirchen im Ruhrgebiet. Im Mittelpunkt stehen die Christ-König-Kirche in Bochum, St. Albertus Magnus, St. Paulus, St. Johannes Baptist und die Kirche Hl. Schutzengel in Essen-Frillendorf.
Die Entwürfe fragen, wie Kirchenräume ihre Identität bewahren und zugleich neue Aufgaben übernehmen können. Pläne, Modelle und Visualisierungen zeigen Ideen für Ateliers, Bewegungsräume, Bibliotheken, Bühnen, Bäder und begehbare Rechenzentren.
Ein Glaubenserlebnis der besonderen Art
Die Ausstellung eröffnet einen stillen Dialog zwischen sakraler Atmosphäre, Architektur und gesellschaftlichem Wandel. Licht, Raumproportionen, Materialien und die Geschichte der Christ-König-Kirche bilden den Ausgangspunkt für eine religiöse Erfahrung, die über den klassischen Gottesdienst hinausweist.
Besucherinnen und Besucher erleben, wie spirituelle Gemeinschaft, kulturelle Begegnung und neue Formen öffentlicher Nutzung in ehemaligen Kirchenräumen zusammenfinden können. Die Ausstellung knüpft an die baukulturellen Impulse der Manifesta 16 Ruhr an und macht sichtbar, welche Zukunft in bestehenden Kirchen liegt.
Ausstellung im Kulturhaus Ruhr
Das Kooperationsprojekt von Baukultur NRW und dem Lehrstuhl Massive Baukonstruktionen der TU Dortmund folgt dem Prinzip des Weiterbauens. Nicht Abriss und Neubau stehen im Mittelpunkt, sondern die behutsame oder mutige Weiterentwicklung vorhandener Architektur.
Die Christ-König-Kirche wird dabei selbst zum anschaulichen Beispiel. Seit 1998 wird sie nicht mehr für Gottesdienste genutzt und war bereits Ausstellungsort sowie Standort der Manifesta. In dieser besonderen Atmosphäre verbinden sich Theologie, Baukultur, Spiritualität und Zukunftsfragen.
Öffnungszeiten und Eintritt
Am Mittwoch, 11. November 2026, ist die Ausstellung von 15:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Ausstellung läuft vom 7. November bis zum 13. Dezember 2026 und kann mittwochs sowie am Wochenende besucht werden.
Die Ausstellung richtet sich an Architekturinteressierte, Menschen aus Kirche und Gemeinde, Studierende sowie alle, die sich für die Zukunft religiöser Orte interessieren.
Fazit
Kirche weiterbauen – Kulturhaus Ruhr eröffnet einen inspirierenden Blick auf Kirchen als Orte der Erinnerung, Begegnung und gesellschaftlichen Erneuerung. Wer erleben möchte, wie sakrale Räume neue Bedeutung gewinnen, findet in der Christ-König-Kirche eine eindrucksvolle Verbindung von Architektur, Spiritualität und Gemeinschaft. Der Besuch lädt zum Nachdenken, Staunen und persönlichen Gespräch ein.









