Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins im Stadtarchiv Bochum


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Licht und Schatten als Bildgedächtnis einer Industriestadt
Die Ausstellung Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte führt mitten hinein in die visuelle Geschichte der Ruhrindustrie. Vom 28. Mai 2026 an entfaltet sich hier ein Kunsterlebnis, das historische Fotografie, Stadtgeschichte und industrielle Erinnerung auf eindrucksvolle Weise verbindet.
Fotografie als Zeugnis von Arbeit, Technik und Öffentlichkeit
Im Zentrum steht der Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation, ein Unternehmen, das früh die fotografische Dokumentation als Mittel der Selbstdarstellung, der Materialprüfung und der internen Kommunikation nutzte. Die Werksfotografen hielten Produktionsprozesse, technische Meisterleistungen, Alltagsszenen und öffentliche Auftritte fest. So entsteht eine Werkbetrachtung, die über reine Archivarbeit hinausgeht: Die Fotografien zeigen, wie Bilder industrielle Identität formen und wie Fotografie zwischen Dokumentation und Inszenierung vermittelt.
Eine Ausstellung mit kunsthistorischer und kulturgeschichtlicher Tiefe
Besonders spannend ist die Frage nach der Bildwahrheit. Welche Absichten standen hinter den Aufnahmen? Was wurde gezeigt, was ausgeblendet, was möglicherweise bearbeitet? Die Ausstellung nimmt diese Fragen ernst und öffnet damit einen reflektierten Zugang zu visueller Kultur, Propaganda, Zeitgeschichte und Ästhetischer Erfahrung. Wer sich für historische Fotografie, Industriekultur und Kuratierung interessiert, findet hier ein dichtes Panorama aus Material, Licht, Schatten und gesellschaftlichem Kontext.
Kooperation, Forschung und kulturelle Bildung
Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Historischen Archiv Krupp und Studierenden der Ruhr-Universität Bochum. Gerade diese Verbindung aus Archiv, Universität und Stadtgeschichte verleiht der Ausstellung besondere Autorität. Zugleich wird kulturelle Bildung unmittelbar erfahrbar: Das Begleitprogramm mit Führungen, Filmvorführungen und Vorträgen vertieft den Blick auf die Bildquellen und macht die Ausstellung zu einem lebendigen Lernort für Kunstinteressierte, Schulklassen, Forschende und alle, die Industriekultur neu entdecken möchten.
Begleitprogramm und besondere Einblicke
Regelmäßige Führungen sonntags von 11 bis 12 Uhr laden dazu ein, die Fotografien gemeinsam zu erschließen. Ergänzt wird das Programm durch Filmabende und Vorträge, die den Bochumer Verein als Akteur der Stadt- und Wirtschaftsgeschichte beleuchten. Damit entsteht ein vielschichtiges Ausstellungserlebnis, das historische Analyse und sinnliche Betrachtung miteinander verbindet.
Fazit
Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins ist eine Ausstellung für alle, die Fotografie nicht nur sehen, sondern lesen wollen. Sie verbindet Industriegeschichte, visuelle Kultur und kunsthistorische Reflexion zu einem atmosphärischen Rundgang durch das Gedächtnis der Stadt. Wer Bochums Vergangenheit mit offenen Augen erleben möchte, sollte diese Schau unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte:
- Instagram: https://www.instagram.com/stadtportalbochum/
- Facebook: https://www.facebook.com/Stadtportal.Bochum
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.bochum.de










