Kirche weiterbauen: Gemeinschaft, Architektur und Zukunft in Bochum


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Kirche weiterbauen: Zukunftsideen im sakralen Raum erleben
Wo früher Gottesdienste gefeiert wurden, entsteht ein besonderer Ort für Nachdenken, Begegnung und neue Perspektiven. Die Ausstellung Kirche weiterbauen – Kulturhaus Ruhr lädt in der Christ-König-Kirche Bochum dazu ein, die Zukunft kirchlicher Räume mit allen Sinnen zu erkunden und über ihre gesellschaftliche Bedeutung ins Gespräch zu kommen.
Architektur, Spiritualität und gesellschaftlicher Wandel
Im Mittelpunkt stehen 30 Masterarbeiten von Architektur-Absolventinnen und -Absolventen der TU Dortmund. Sie entwickeln neue Nutzungsideen für fünf Kirchen in Bochum, Wattenscheid und Essen, deren liturgische Nutzung beendet ist oder vor großen Veränderungen steht. Die Entwürfe verbinden architektonisches Fachwissen mit Fragen nach Gemeinschaft, Erinnerung und öffentlichem Leben.
Pläne, Modelle und Visionen für neue Kirchenräume
Pläne, Modelle und Visualisierungen zeigen, wie aus bestehenden Sakralbauten neue Orte für Kunst, Bewegung, Wissen und Begegnung entstehen können. Die Konzepte reichen von Ateliers unter Gewölben und Bewegungsräumen im Kirchenschiff bis zu Bibliotheken, Bühnen, Bädern und begehbaren Rechenzentren. Dabei bleiben Raumproportionen, Licht, Materialität und die Geschichte der Kirchen wichtige Bezugspunkte.
Ein Glaubenserlebnis zwischen Erinnerung und Aufbruch
Die Christ-König-Kirche selbst wird zum anschaulichen Beispiel für die Transformation kirchlicher Architektur. Seit 1998 wird sie nicht mehr für Gottesdienste genutzt. Ihre besondere Atmosphäre, die Spuren religiöser Vergangenheit und die neuen Entwürfe schaffen eine stille, inspirierende Umgebung für eine religiöse Erfahrung jenseits klassischer Liturgie. Besucherinnen und Besucher begegnen hier Fragen nach Bewahrung, Wandel und der Zukunft gemeinschaftlicher Räume.
Ausstellung in Bochum am Samstag
Am Samstag, 28. November 2026, ist die Ausstellung von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei. Interessierte aus Bochum, dem Ruhrgebiet und darüber hinaus erhalten Einblicke in aktuelle Umbaukultur und in die Frage, wie Kirchen als offene Kulturhäuser weiterleben können.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt von Baukultur Nordrhein-Westfalen und dem Lehrstuhl Massive Baukonstruktionen der TU Dortmund. Sie knüpft an die Impulse der Manifesta 16 Ruhr an und macht sichtbar, welche Zukunft in bestehenden Kirchenräumen liegen kann.
Fazit: Sakrale Räume neu entdecken
Die Ausstellung verbindet Architektur, Theologie, Erinnerungskultur und gesellschaftliche Verantwortung zu einem eindrucksvollen Glaubenserlebnis. Wer erleben möchte, wie aus kirchlicher Geschichte neue Orte für Gemeinschaft und Kultur entstehen, findet in der Christ-König-Kirche inspirierende Modelle und starke Zukunftsbilder.









