Manifesta 16 Ruhr in der Gethsemane-Kirche Bochum: Gegenwartskunst im Sakralraum


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Manifesta 16 Ruhr: Die Gethsemane-Kirche wird zum Raum für Gegenwartskunst
Mit der Manifesta 16 Ruhr öffnet die Gethsemane-Kirche in Bochum ihre Türen für ein Kunsterlebnis, das Architektur, Erinnerung und zeitgenössische Kunst auf eindrucksvolle Weise verbindet. Die europäische Biennale rückt ehemalige und bestehende Kirchenräume in den Fokus und verwandelt sie in Orte des Austauschs, der Vermittlung und der ästhetischen Erfahrung.
Ein Sakralraum mit Geschichte und Präsenz
Die Gethsemane-Kirche ist eine protestantische Notkirche aus den Jahren 1947 bis 1950, entworfen von Otto Bartning. Errichtet auf den Fundamenten eines im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gemeindehauses, erzählt sie von Wiederaufbau, Gemeinschaft und einer Architektur, die aus der Krise heraus neue Würde formte. Gerade diese historische Schichtung verleiht dem Ort eine besondere Ausstellungsatmosphäre.
Ein kuratiertes Nachdenken über Stadt, Gesellschaft und Transformation
Manifesta 16 Ruhr versteht die Kirche nicht als bloße Kulisse, sondern als aktiven Resonanzraum. Die Biennale fragt danach, wie leerstehende oder transformierte Kirchen als Räume des Miteinanders neu gelesen werden können. In Bochum prägen die kreativen Vermittler Anda Rottenberg und Krzysztof Kosciuczuk das Projekt gemeinsam mit einem internationalen künstlerischen Team, das auf ortsspezifische Arbeiten, Dialog und kulturelle Bildung setzt.
Werke, Themen und Vermittlung
Für die Gethsemane-Kirche sind Arbeiten von Mirosław Bałka, Mehtap Baydu, Zuza Golińska, Marina Naprushkina, Mikołaj Sobczak und Cassidy Toner angekündigt. Ergänzt wird das Programm durch das Bildungsformat Schule, Nachbarschaft und Wir mit Beiträgen von Miedya Mahmod und Julia Nitschke. Damit verbindet die Ausstellung Werkbetrachtung mit partizipativer Kulturvermittlung und öffnet Perspektiven auf Nachbarschaft, Erinnerung, Migration und soziale Räume.
Architektur als stiller Mitspieler
Das Innere der Gethsemane-Kirche schafft mit seiner klaren Struktur, der religiösen Geschichte und der barrierefreien Rampe einen Rahmen, in dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern körperlich erfahren wird. Gerade in solchen Räumen entfaltet sich die Kraft von Installation, Skulptur und performativen Formen besonders intensiv: Licht, Material und Raumwirkung verschmelzen zu einer konzentrierten ästhetischen Erfahrung.
Besuch mit Perspektive
Die Manifesta 16 Ruhr ist kein klassischer Museumsbesuch, sondern eine Einladung, den Stadtraum neu zu lesen. Wer nach Bochum kommt, erlebt in der Gethsemane-Kirche eine Ausstellung, die historische Architektur, Gegenwartskunst und kulturelle Bildung zu einem dichten, inspirierenden Gesamtbild verbindet. Ein Besuch lohnt sich unbedingt für alle, die Kunst als lebendigen Dialog zwischen Ort, Geschichte und Zukunft verstehen.
Offizielle Kanäle von Manifesta 16 Ruhr:
- Instagram: https://www.instagram.com/manifestabiennial/
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- LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/manifestabiennial/?originalSubdomain=nl&trk=public_post_follow-view-profile
- Website: https://manifesta16.org/










