Manifesta 16 Ruhr in der St. Anna-Kirche Bochum: Kunst erleben im sakralen Raum

Event: Manifesta 16 Ruhr in der St. Anna-Kirche Bochum in St. Anna-Kirche, Goldhammer Str. 14 A, 44793 Bochum on 11. September 2026

Datum und Uhrzeit

11. September 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Bochum
44 Bochum, Deutschland

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Über diese Veranstaltung

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Manifesta 16 Ruhr in der St. Anna-Kirche: Kunst, Raum und Aufbruch in Bochum

Die St. Anna-Kirche in Bochum wird im Rahmen der Manifesta 16 Ruhr zu einem Ort der ästhetischen Erfahrung, der kulturellen Bildung und der Begegnung. Die europäische Biennale der Gegenwartskunst verwandelt ehemalige Kirchengebäude im Ruhrgebiet in Räume für Intervention, Diskussion und Werkbetrachtung – und öffnet damit den Blick auf die Beziehung zwischen Kunst, Architektur und Stadtgesellschaft.

Ein Kunsterlebnis im Zeichen des Wandels

Manifesta 16 Ruhr setzt auf das, was die Kunst seit jeher stark macht: Sie verändert Wahrnehmung. In der St. Anna-Kirche trifft die sakrale Raumwirkung auf zeitgenössische künstlerische Perspektiven. Das Resultat ist keine klassische Ausstellung im musealen Sinn, sondern eine kuratierte Situation, in der Raum, Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen.

St. Anna als Ort mit Geschichte

Die Kirche St. Anna wurde 1929 nach dem Entwurf von Wilhelm Peter erbaut und liegt westlich des Bochumer Zentrums im Stadtteil Goldhamme. Das Viertel ist eng mit der Stahlindustrie und der Arbeitergeschichte der Region verbunden. Der schlichte expressionistische Stil der Kirche, die Betonung von Linien und Struktur sowie die späteren Glasfenster von Nikolaus Bette verleihen dem Ort eine stille, aber eindrucksvolle Materialität.

Manifesta 16 Ruhr: Biennale mit urbaner Vision

Manifesta 16 Ruhr findet vom 21. Juni bis 4. Oktober 2026 in Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen statt. Die Biennale transformiert zwölf leerstehende Nachkriegskirchen in gemeinschaftlich nutzbare Räume und verbindet künstlerische Projekte, Performances, Workshops und Vermittlungsformate mit Fragen nach Stadtentwicklung, Zusammenhalt und Erinnerungskultur. Gerade dieser Ansatz macht die Ausstellung zu einem wichtigen Beispiel für zeitgenössische Kuratierung in Europa.

Teilnehmende und Vermittlung

Für St. Anna in Bochum sind sechs künstlerische Positionen angekündigt: Pedro Cabrita Reis, Kateryna Lysovenko, Pınar Öğrenci, Mykola Ridnyi, Wilhelm Sasnal und Marion Stokes. Begleitet wird das Projekt von den kreativen Vermittlern Anda Rottenberg und Krzysztof Kosciuczuk. Damit verbindet das Format kunsthistorische Reflexion mit gesellschaftlicher Relevanz und lädt zur intensiven Auseinandersetzung mit Bildsprache, Raum und öffentlicher Erinnerung ein.

Besuchserlebnis, Zugang und Atmosphäre

Die Veranstaltung ist als offener, frei zugänglicher Kunstraum angelegt. Der Eintritt zur Manifesta 16 Ruhr ist kostenlos und für alle offen. Vor Ort gibt es einen rollstuhlgerechten Zugang über eine Rampe; ein barrierefreies WC ist an diesem Standort jedoch nicht vorhanden. Wer sich auf den Weg nach Bochum macht, erlebt Kunst nicht als distanzierte Betrachtung, sondern als lebendigen Dialog mit einem Ort, der seine Geschichte sichtbar hält und zugleich neu deutet.

Fazit: Die Manifesta 16 Ruhr in der St. Anna-Kirche Bochum verspricht eine eindrucksvolle Mischung aus Gegenwartskunst, Architekturgeschichte und kultureller Teilhabe. Wer zeitgenössische Kunst als räumliches und gesellschaftliches Erlebnis sucht, sollte diesen Ort unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Manifesta 16 Ruhr:

Quellen:

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