Knastbriefe in Bochum: Performance über Rosa Luxemburg und solidarisches Schreiben


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Knastbriefe: Briefe, Erinnerung und politische Sprachkunst im Prinz Regent Theater
Am 15. November 2026 verbindet die Veranstaltung Knastbriefe im Prinz Regent Theater Bochum Performance, Literatur und politische Reflexion. Leonie Preiß zeigt einen Arbeitsstand ihrer Performance r o s a, die sich den Spuren Rosa Luxemburgs und ihrer Briefe aus dem Gefängnis nähert.
Rosa Luxemburg als Denkerin, Gefangene und Botanikerin
Im Zentrum steht Rosa Luxemburg als Revolutionärin, Gefangene und Botanikerin. Ihre Gefängnisbriefe öffnen einen Raum zwischen historischer Erinnerung, persönlicher Beobachtung und politischer Haltung. Die Performance fragt nach dem Verhältnis von Freiheit, innerer Unabhängigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung.
Eine Performance zwischen Sprache und Gegenwart
Leonie Preiß entwickelt mit r o s a ein literarisch-theatrales Format, in dem Briefe nicht nur als historische Dokumente erscheinen. Sie werden zu lebendigen Sprachräumen, in denen sich Gedanken, Zweifel und Hoffnung verdichten. Die Lesungs-Atmosphäre entsteht aus der Konzentration auf Stimme, Text und die intime Kraft geschriebener Worte.
Briefwerkstatt und solidarisches Schreiben
Im Anschluss richtet sich der Blick auf Antifaschistinnen und Antifaschisten, die heute in Haft sitzen. Eine anschließende Briefwerkstatt lädt dazu ein, solidarische Briefe zu schreiben oder mit Linoldruck eigenes Briefpapier zu gestalten. So erweitert sich das literarische Erlebnis zu einer gemeinschaftlichen Handlung, in der Schreiben als Form von Anteilnahme und politischer Teilhabe erfahrbar wird.
Künstlerische Leitung und Organisation
Die Veranstaltung wird von Leonie Preiß performt und vom Kunst & Klatsch Kollektiv organisiert. Beteiligt sind Katharina Frölich, Lisa Schäfer und Johanna Sowka. Die Briefwerkstatt wird von einer Bochumer Antifa-Gruppe gestaltet. Das Format verbindet zeitgenössische Performance, dokumentarische Textarbeit, politische Bildung und kulturellen Diskurs.
Fazit: Literatur wird zur Begegnung
Knastbriefe verspricht einen eindringlichen Theaterabend über Briefe aus dem Gefängnis, Erinnerung und solidarisches Handeln. Besucherinnen und Besucher erleben eine Autor-Begegnung im erweiterten Sinn: nicht mit einer einzelnen Schriftstellerin, sondern mit Texten, Stimmen und historischen wie gegenwärtigen Erfahrungen, die im Raum des Theaters weiterwirken. Wer Sprache als gesellschaftliche Kraft erleben möchte, findet am 15. November 2026 im Prinz Regent Theater Bochum ein ungewöhnliches literarisches Erlebnis.
Offizielle Kanäle von Leonie Preiß:
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