Kirche weiterbauen – Zukunftsideen in der Christ-König-Kirche Bochum


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Kirche weiterbauen: Zukunftsideen für sakrale Räume in Bochum
Wo früher Gottesdienste gefeiert wurden, öffnet sich ein Raum für neue Fragen, Begegnungen und Visionen: Die Ausstellung Kirche weiterbauen – Kulturhaus Ruhr lädt in der Christ-König-Kirche Bochum dazu ein, über die Zukunft von Kirchengebäuden nachzudenken. Am Sonntag, 6. Dezember 2026, erleben Besucherinnen und Besucher eine Ausstellung, die Architektur, Spiritualität, Erinnerungskultur und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet.
Ein Glaubenserlebnis zwischen Geschichte und Zukunft
Die Christ-König-Kirche am Steinring trägt eine besondere Geschichte. Seit 1998 wird sie nicht mehr für Gottesdienste genutzt und hat sich dennoch als prägender Ort für Kunst, Kultur und öffentliche Debatten bewährt. Ihre Raumproportionen, das einfallende Licht, die Materialität und die stille Atmosphäre bilden den Ausgangspunkt für eine religiöse und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Weiterbauen.
Die Ausstellung richtet den Blick auf Kirchen als Orte gemeinsamer Erinnerung und möglicher neuer Gemeinschaft. Im Mittelpunkt steht nicht der Verlust, sondern die Frage, wie sakrale Räume ihre Identität bewahren und zugleich neue Aufgaben für Menschen im Ruhrgebiet übernehmen können.
30 Masterarbeiten der TU Dortmund
Rund 30 Architektur-Absolventinnen und -Absolventen der TU Dortmund präsentieren Pläne, Modelle und Visualisierungen. Im Zentrum stehen fünf Kirchen in Essen, Bochum und Wattenscheid, die nicht mehr oder künftig nicht mehr für Gottesdienste genutzt werden. Die Entwürfe untersuchen, wie aus bestehenden Kirchen neue Orte für Bewegung, Kunst, Wissen, Begegnung und Digitalität entstehen.
Das Spektrum reicht von Ateliers unter Gewölben und Bewegungsräumen im Kirchenschiff bis zu Bibliotheken, Bühnen, Bädern und begehbaren Rechenzentren. Die Arbeiten folgen dem Prinzip der Umbaukultur: Bestehende Gebäude werden nicht als leere Hüllen betrachtet, sondern als wertvolle räumliche Ressourcen mit Geschichte, Atmosphäre und gesellschaftlichem Potenzial.
Architektur als spirituelle und soziale Frage
Die Ausstellung verbindet architektonisches Fachwissen mit einer tiefen Frage nach der Bedeutung gemeinsamer Räume. Kirchen prägen durch ihre Stille, ihre Höhe, ihre Lichtführung und ihre liturgische Vergangenheit die religiöse Erfahrung vieler Generationen. Die gezeigten Konzepte fragen, wie diese Qualitäten in neuen Nutzungen weiterwirken können.
Besucherinnen und Besucher begegnen einer Ausstellung, die zum Innehalten und zum Austausch einlädt. Zwischen Modellen und Visualisierungen entsteht Raum für persönliche Erinnerungen, theologische Gespräche und die gemeinsame Suche nach einer verantwortungsvollen Zukunft für Kirchen im Ruhrgebiet.
Öffnungszeit und Eintritt
Die Ausstellung ist am Sonntag, 6. Dezember 2026, von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist während der gesamten Laufzeit kostenfrei. Die Ausstellung kann ohne besondere Teilnahmevoraussetzungen besucht werden und richtet sich an Gläubige, Architekturinteressierte, Kulturfreunde sowie alle Menschen, die sich für die Zukunft öffentlicher Räume interessieren.
Fazit: Einen besonderen Ort neu sehen
Kirche weiterbauen – Kulturhaus Ruhr eröffnet einen eindrucksvollen Dialog zwischen religiöser Vergangenheit, architektonischer Gegenwart und gesellschaftlicher Zukunft. Wer die Christ-König-Kirche am 6. Dezember live erlebt, entdeckt Modelle, Ideen und Räume, die zeigen, wie aus dem Bestehenden neue Orte für Gemeinschaft entstehen können.









