Georg Juckel in Bochum: Vortrag über Sterilisation und Euthanasie


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Ein Abend der Erinnerung, Forschung und Verantwortung in Bochum
Mit seinem Vortrag über Sterilisation und Euthanasie psychisch kranker Bochumer Bürgerinnen und Bürger rückt Prof. Dr. Georg Juckel ein Kapitel der Stadtgeschichte ins Licht, das bis heute verstört und aufklärt. Der Abend verbindet medizinhistorische Forschung, lokale Erinnerungskultur und die Frage, wie Wissenschaft aus historischer Schuld Verantwortung für Gegenwart und Zukunft ableitet.
Lokale Geschichte mit hoher historischer Sprengkraft
Der Vortrag macht sichtbar, wie tief die nationalsozialistische Verfolgung psychisch kranker Menschen in das Leben Bochumer Familien eingriff. Mehr als 3.000 Bochumer Bürgerinnen und Bürger wurden nach den vorliegenden Recherchen wegen angeblicher oder möglicher psychischer Störungen zwangssterilisiert; mindestens 366 Menschen wurden in Tötungsanstalten verlegt und Opfer der Euthanasie. Die Lesungs-Atmosphäre eines solchen Abends ist keine leichte, aber eine notwendige: Sie schafft Raum für Erkenntnis, Gedenken und präzise Einordnung.
Wissenschaftliche Einordnung statt abstrakter Zahlen
Georg Juckel arbeitet an der Schnittstelle von Psychiatrie, Präventionsmedizin und historischer Aufarbeitung. Seine Forschungsschwerpunkte am LWL-Universitätsklinikum Bochum zeigen eine Autorität, die den Abend inhaltlich trägt: Es geht nicht nur um Fakten, sondern um die Spurensuche in Patientenakten, Erbgesundheitsakten, Transportlisten und städtischen Archiven. Damit wird der Vortrag zu einem literarisch-historischen Erlebnis im besten Sinn: sprachlich klar, ethisch ernst, historisch belastbar.
Ein Ort, der Erinnerung trägt
Das Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte an der Wittener Straße 47 ist für solche Vorträge ein passender Rahmen. Hier verdichten sich Archiv, Forschung und Öffentlichkeit zu einem Kulturraum, der die Stadtgesellschaft einlädt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Nähe zum historischen Material verleiht dem Abend eine besondere Intensität und macht die Veranstaltung für historisch Interessierte, Bildungsbürger und kulturpolitisch Engagierte gleichermaßen relevant.
Warum dieser Vortrag wichtig bleibt
Die Auseinandersetzung mit Zwangssterilisation und NS-Euthanasie gehört zu den zentralen Aufgaben einer verantwortungsvollen Erinnerungskultur. Der Vortrag eröffnet keinen einfachen Rückblick, sondern einen Gegenwartsbezug: Wie sprechen wir über medizinische Gewalt, über Ausgrenzung und über die Würde des Menschen? Genau hier entfaltet der Abend seine nachhaltige Wirkung.
Fazit: Besucherinnen und Besucher erwartet ein fundierter, bewegender Vortrag mit lokalem Fokus, historischer Tiefe und hoher wissenschaftlicher Seriosität. Wer Bochumer Geschichte nicht nur kennen, sondern verstehen will, sollte diesen Abend live erleben.
Offizielle Kanäle von Georg Juckel:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://uk-bochum.lwl.org/de/klinik-fur-psychiatrie-psychotherapie-und-praventivmedizin/forschung/
- Verlag: Kein offizielles Profil gefunden










