Frankenstein im Schauspielhaus Bochum: Große Bühnenkunst im Sommer 2026


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Frankenstein im Schauspielhaus Bochum: Ein Abend zwischen Schöpfung, Abgrund und elektrischer Spannung
Am 23. Juni 2026 hebt sich im Schauspielhaus Bochum der Vorhang für einen Abend, der Mary Shelleys berühmten Roman nicht als bloße Schauerstory, sondern als hochpräzises Bühnenerlebnis befragt. Tom Schneider verdichtet den Stoff zu einer Inszenierung über Schöpfungswahn, Verantwortung und die dunkle Sehnsucht, Leben zu formen.
Ein Klassiker als Gegenwartsstück
Wer Frankenstein kennt, erwartet das Monster. Doch diese Bochumer Fassung schaut tiefer: auf die Erzählmaschine hinter dem Mythos, auf das Verhältnis von Schöpfer und Geschöpf, auf das fragile Gleichgewicht zwischen Erkenntnisdrang und Hybris. Die Produktion nutzt Auszüge aus Schmutzige Schöpfung - Making of Frankenstein von Thomas Melle und öffnet damit einen zweiten Resonanzraum, in dem Literatur, Selbstbefragung und Bühnenkunst ineinandergreifen.
Bühnenbild, Licht und Schauspielkunst
Tom Schneider, der in Bochum bereits für musikalisch dichte und choreografisch präzise Arbeiten steht, formt aus dem Stoff einen Abend von hoher Theateratmosphäre. Die Bühne wird zum Schöpfungsraum, zur Werkstatt, zum Atelier des Menschlichen. Karin Moog, Victor IJdens und Oliver Möller tragen die Vorlage in eine lebendige Form, in der Sprache, Körper und Klang aufeinanderprallen. Genau daraus entsteht jene Publikumsreaktion, die starkes Theater auszeichnet: konzentrierte Stille, gespannte Erwartung, ein Blick in die Tiefe des eigenen Menschseins.
Warum dieser Theaterabend wirkt
Frankenstein ist in Bochum kein Historienstück über die Frühromantik, sondern eine Gegenwartsanalyse im Gewand des Klassikers. Die Inszenierung spürt dem modernen Menschen nach, der an seinen eigenen Möglichkeiten fasziniert und gefährdet zugleich ist. Das Schauspielhaus Bochum setzt damit auf jene Mischung aus Autorität und Experiment, für die das Haus steht: zeitgenössische Lesart, starke Ensembleleistung und ein Abend, der nachhallt.
Praktische Hinweise für den Theaterbesuch
Die Vorstellung dauert 1 Stunde 45 Minuten und kommt ohne Pause aus. Der Beginn ist um 19:30 Uhr, das Ende gegen 21:15 Uhr. Das Schauspielhaus Bochum ist barrierefrei erreichbar; für Rollstuhlplätze empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung an der Theaterkasse. Parkmöglichkeiten bietet das Parkhaus P9 am Schauspielhaus, erreichbar über die Königsallee. Mit dem öffentlichen Nahverkehr reisen Besucherinnen und Besucher klimafreundlich an.
Fazit
Dieser Abend verspricht kein dekoratives Gruseln, sondern ein intensives Nachdenken über die Grenzen des Machbaren. Frankenstein im Schauspielhaus Bochum verbindet literarische Wucht mit präziser Regie und einer Bildsprache, die lange im Gedächtnis bleibt. Wer Theater als Denkraum und als sinnliches Ereignis liebt, sollte diese Aufführung live erleben.
Offizielle Kanäle von Schauspielhaus Bochum:
- Instagram: https://www.instagram.com/schauspielhausbochum
- Facebook: https://www.facebook.com/schauspielhausbochum
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.schauspielhausbochum.de/de/
Quellen:
- Schauspielhaus Bochum - Frankenstein
- Schauspielhaus Bochum - Frankenstein, deutschsprachige Veranstaltungsseite
- Schauspielhaus Bochum - Preise
- Schauspielhaus Bochum - Anfahrt
- Schauspielhaus Bochum - Barrierefreiheit
- Schauspielhaus Bochum - Tom Schneider
- Ruhr Nachrichten - Marys Monster: Frankenstein feiert im Bochumer Schauspielhaus Premiere










